Nord-Süd-Trasse: Energiewende droht Verzögerung um Jahre

Erneuerbare Energien –


Die Energiewende steht und fällt mit der dringend benötigten Nord-Süd-Stromtrasse und diese dürfte nicht wie geplant bis 2025 fertiggestellt sein. Entweder die Schritte bis zum ausschließlichen Nutzen erneuerbarer Energien werden um Jahre verzögert, oder es gehen überwiegend im Süden die Lichter aus.

Stromkosten

Der Norden hat Strom, der Süden braucht Strom, aber die Verbindung fehlt

Statt Trassenbau voranzutreiben, geht Altmaier auf Erkundungsreise

Der zumindest in Aussicht gestellte Erfolg der Energiewende steht und fällt mit der dringend benötigten Haupt-Stromtrasse von Nord nach Süd. Anstatt Atom-, Gas- und Kohlestrom soll künftig Strom aus erneuerbaren Energien fließen und dazu gehören neben Photovoltaik-Anlagen auch Windkraftanlagen. Während der Süden Deutschlands im Verhältnis relativ spärlich mit „Windmühlen“ ausgestattet ist, entstanden im Norden ganze Wälder von windbetriebenen Generatoren, insbesondere die Offshore-Parks im Meer. Damit aber die energiehungrige Industrie im Süden den Strombedarf geliefert werden kann, müssen die entsprechenden Leitungen her, ansonsten gehen irgendwann die Lichter aus. Letztendlich gehört zu einem funktionierenden Stromnetz nicht nur das Potenzial, den Energiehunger zu stillen, sondern auch eine gewisse Stabilität in sehr eng gehaltenen Toleranzen. Dahingehend sieht es bereits heute fast schon zappenduster aus, da u.a. Gas-Kraftwerke in Österreich immer öfters für die Stabilisierung des deutschen Stromnetzes einspringen müssen.

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Der Ausbau der Stromtrasse für die Versorgung des Südens aus den Quellen des Nordens sollte nach Vorstellungen der die Bundesregierung beratenden Experten im Jahr 2025 abgeschlossen sein. Doch der verantwortliche Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) begab erst vor wenigen Monaten auf eine mehrmalige Besichtigungstour, um sich über mögliche Wege, Strecken und Bedenken der betroffenen Anwohner zu erkundigen und einen „Aktionsplan“ zu erstellen.

Laut ausgesprochene Zweifel über eine termingerechte Fertigstellung der Nord-Süd-Trasse äußerte nun der Ministerpräsident Niedersachsens, Stephan Weil (SPD). Er monierte gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Donnerstag), dass der Ausbau der großen Stromtrassen gen Süden nicht schnell genug voran kämen. „Ich glaube nicht, dass dieses Ziel noch einzuhalten ist“, so der Ministerpräsident des Bundeslandes mit den wohl größten Windkraft-Parks. Die Energiewende könnte um Jahre verzögert werden.

Mit dem Folgen der „Kohlekommission“ wird die Bundesregierung schon bald die ersten Braun- und Steinkohlekraftwerke außer Betrieb nehmen (wollen). Sollte dies nach Plan durchgezogen werden, ohne dass die Nord-Süd-Trasse in Betrieb genommen wurde, können sich Haushalte und Betriebe auf Dunkelheit und stehende Fließbänder einstellen.




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