Neuer Smart-Meter ist nun Pflicht – Intelligenter Stromzähler

Energiepolitik –


Der neue Smart-Meter ist nun für sehr viele Haushalte Pflicht. Anhand des neuen „schlauen Stromzählers“ sollen im Rahmen der Digitalisierung neben der Stromnetzstabilisierung auch völlig neue Anwendungsbereiche möglich sein.

Stromtarife

Mit Smart-Metern steuern Andere den Betrieb der Geräte im Haushalt

Smart-Meter dienen u.a. zur Linderung der Energiewende-Folgen

Mit Ende Januar 2020 wurde der verbindliche Einbau der neuesten Baureihe sog. „Smart-Meter“ für die Stromzählung in Haushalten eingeläutet. Das Bundesamt für Informationssicherheit (BSI) brauchte mehr als drei Jahre, um die für die Datenerfassung erforderlichen „Gateways“ zu zertifizieren, nachdem das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende im Jahr 2016 verabschiedet wurde. Die zur Verwendung vorgesehenen Schnittstellen für die Auslesung von Stromverbrauchsdaten erfüllen lt. BSI die Datenschutzrichtlinien und dürfen eingesetzt werden. Mit dem 31. Januar 2020 war es nun soweit. Ab sofort müssen Haushalte ab einem Mindestverbrauch von 6.000 Kilowattstunden (kWh) einen solchen Smart-Meter einsetzen. Die Statistik geht in dieser Größenordnung von einem Haushalt mit mindestens 5-6 Personen aus.

Ein solcher Smart-Meter muss auch dann eingesetzt werden, wenn steuerbare Verbrauchseinrichtungen, Anlagen nach EEG (z.B Photovoltaik), oder Geräte gemäß Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (z.B. Heizkraftwerke) mit mehr als 7 Kilowatt (kW) Anschlussleistung verbaut sind.

Anhand der Smart-Meter und den daran datentechnisch angeschlossenen Geräten können neben Stromverbrauchsdaten auch Verbrauchsdaten zu Wärme und Erdgas übermitteln werden. Ein vorrangiges Ziel sei die Ansteuerung von stromintensiven Geräten. Dies beträfe vor allem die geplanten Ladevorrichtungen für Elektro-Fahrzeuge. Smart-Meter übermitteln z.B. den aktuellen Stromverbrauch der Haushalte, die benötigte und lieferbare Stromgesamtmenge in einem Versorgungsgebiet werden an zentraler Stelle gegenübergestellt und als Rückmeldung erfolgt eine entsprechende Freigabe bzw. Drosselung der Ladegeräte in den Haushalten. Auf diesem Wege wolle man sich die enorm hohen Kosten für den Ausbau der Infrastruktur einsparen. Auf der anderen Seite wird das Laden des Autos über Nacht zu einem Glücksspiel, da der Konsument den Ladestrom für eine volle Batterie am nächsten Morgen nicht beeinflussen kann.

Gemäß des Digitalverbandes Bitkom gebe es bei den Konsumenten eine großen Zuspruch. Demnach befürworteten 66 Prozent der befragten Haushalte einen solchen Smart-Meter, mit dem auch eine automatische Steuerung von elektrischen Heizungen und Kühlgeräte ermöglicht werde. Somit ließe sich das Stromnetz stabilisieren und Ressourcen einsparen. Allerdings entstanden die Unsicherheiten rund um die Stromversorgung erst mit dem Start der sog. Energiewende, welche die Abschaltung von Atom- und Kohlekraftwerken beinhaltet.

Der Digitalverband zeigt sich begeistert zu den neuen „intelligenten Stromzählern“. „Der lang erwartete Smart-Meter-Rollout wird dafür sorgen, dass unsere Energie-Infrastruktur bedeutend smarter wird“, so Bitkom-Energieexperte Robert Spanheimer. Der Start dieser Smart-Meter lasse sich mit der Einführung der ersten Smartphones vergleichen. Völlig neue Anwendungen ließen sich nun realisieren. Derzeit könne man nur erahnen, welche Vielfalt künftiger Dienste durch diese Smart Meter möglich seien, so Spanheimer mit dem Blick auf auch möglichen Vorteilen im Gesundheitswesen.

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