Netznutzungsentgelte sorgen für bundesweite Preisunterschiede

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Die EEG-Umlage als preistreibender Faktor für die Stromkunden ist längst erkannt. Der Bundesverband der Energieabnehme stellt jedoch die Netznutzungsentgelte als den Grund für deutliche Preisunterschiede im Bundesgebiet heraus. Die Stromkosten driften um mehr als 7 Prozent auseinander und die Energiekunden in den neuen Bundesländern zahlen die höchsten Preise.

Stromnetz

Auch Unternehmen könnten bei Stromanbieter-Wechsel dauerhaft Kosten sparen

Für mittelständische Betriebe ergeben sich Standort-Nachteile

Die Hauptursache für den Preisanstieg bei Strom in den vergangenen Jahren war die EEG-Umlage. Die „Öko-Abgabe“ als der entscheidende Antreiber der Stromkosten für Haushalte und kleinere bis mittelständische Betriebe ist hinsichtlich bekannt und auf Dauer kontrovers diskutiert. Ein weiterer Faktor für stark steigende Stromkosten und vor allem für deutlich regionale Unterschiede sei das Netznutzungsentgelt, so der Bundesverband der Energieabnehmer e.V. (VEA).

In Abhängigkeit der Region stellte VEA in einem Strompreisvergleich Unterschiede von bis zu 25 Prozent fest. Als Grund für die unterschiedlichen Preise wurden die Entgelte für die Netznutzung erkannt. Die Strompreise sind im gesamten Bundesgebiet im vergangenen Jahr um durchschnittlich 0,5 Prozent gestiegen, so der VEA. Die Stromabnehmer in den neuen Bundesländern zahlten im Vergleich deutlich mehr als in den alten Bundesländern.

Die Netznutzungsentgelte haben einen Anteil von einem Sechstel des Strompreises und werden in den Regionen umgelegt, so Dr. Volker Stuke, Geschäftsführer des VEA, Die Unterschiede beim Strompreis „zwischen den einzelnen Energieversorgern ergeben sich vor allem durch die Netznutzungsentgelte“, so Stuke. VEA stellte in den neuen Bundesländern ein um rund 7,6 Prozent höheren Strompreis als in den alten Bundesländern fest. Ein großer Kostenfaktor für mittelständische Betriebe.

Stromabnehmer könnten auf dem liberalisierten Markt regionale Unterschiede nutzen, sofern die Energiekunden zu einem Stromanbieterwechsel bereit wären. „Vor allem Altkunden, die schon lange bei einem Anbieter sind, haben teilweise sehr ungünstige Verträge“, erklärte Stuke. Den Überblick über den gesamten Markt zu behalten, sei für einzelne Unternehmen jedoch sehr aufwendig. Der Bundesverband der Energieabnehmer empfiehlt eine Beratung durch unabhängige Experten.

Zu den derzeit günstigsten Regionen zählten derzeit die Einzugsgebiete von Rheinische NETZGesellschaft mit Bereich Köln, Stadtwerke Karlsruhe Netze, VNB Rhein-Main-Neckar in Darmstadt, Stromnetz Hamburg und Syna in Frankfurt.

Den höchsten Durchschnittspreis müssen die Kunden in den Bereichen von Wemag Netz in Schwerin, Energieversorgung Halle Netz, ÜWAG Netz Fulda, Mitteldeutsche Netzgesellschaft in Halle und Stadtwerke Leipzig Netz bezahlen.

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