Höhere Strompreise ab 2020 – EEG-Umlage steigt an

Energiewende –


Ab 2020 werden die Haushalte wiederholt mit höheren Strompreisen rechnen müssen. Zur Abwechslung spielt die EEG-Umlage wieder eine wesentliche Rolle für eine Verteuerung.

Energiewende

Der Konsument bleibt auch künftig der Zahlmeister in der sog. Energiewende

EEG-Umlage wird 2020 voraussichtlich wieder anziehen

Dass die Strompreise auch künftig generell ansteigen werden, dürfte wohl kaum eine Überraschung sein. Doch ab dem kommenden Jahreswechsel auf 2020 wird voraussichtlich wieder der EEG-Anteil eine Rolle für höhere Stromkosten einnehmen. Derzeit beträgt die Umlage gemäß Erneuerbaren Energie Gesetz 6,41 Cent pro Kilowattstunde (kWh). Im kommenden Jahr dürfte die EEG-Umlage im Bereich von 6,5 und 6,7 Cent pro kWh liegen, so lt. Verivox die Einschätzung der „Denkfabrik“ Agora. Neben einer höheren Abgabe für die sog. Energiewende müssen Stromkunden ohnehin noch mit zusätzlich steigenden Preisen an den Großhandelsplätzen rechnen und somit auch mit höheren Beträgen auf ihren Abrechnungen.

Strompreis-Mosaik könnte ein neues Aussehen bekommen

Die Ausgestaltung des Gesamt-Strompreises und seinen zahlreichen Bestandteilen könnte künftig ein anderes Aussehen bekommen, sofern sich die Vorschläge im Rahmen der Klimapolitik durchsetzten. Die Union favorisiert nach Einführung einer CO2-Steuer die Abschaffung der EEG-Umlage und die Senkung der Stromsteuer. Dafür werden Konsumenten an anderen Enden abkassiert, u.a. bei Heizöl, Erdgas und Kraftstoffe wie Benzin und Diesel. Eine Steuer für die Emission des Spurengases CO2 in die Luft würde ohnehin die Frage aufwerfen, wozu dann bereits die dem Strompreis angehängte Öko-Steuer, auch als Umlage bezeichnet, eingeführt wurde. Diese zusätzlich Abgabe sei für die Förderung von Stromerzeugern aus erneuerbaren Energien bestimmt worden. So fiele z.B. die Erneuerbare-Variante Biogas automatisch zusätzlich in den Bereich der CO2-Besteuerung. Förderung von Biogas-Anlagen anhand der Öko-Umlage und anschließende Besteuerung aufgrund der Emissionen durch die Verbrennung.

Für Konsumenten ist es beinahe egal, ob sich was ändert

Die Konsumenten können sich aussuchen, ob ihnen die Erhöhung der Strompreise an den Börsenplätzen oder die Anhebung der EEG-Umlage lieber ist. Unterm Strich ist es fast egal, da die EEG-Umlage in Abhängigkeit der Großhandelspreise für Strom steht. Steigen die Handelspreise, dämpft dies den Anstieg der EEG-Abgabe. Fallen die Großhandelspreise, so dient die EEG-Umlage für den Ausgleich der Differenz im Rahmen der Festvergütungen der bereits bestehenden Ökostrom-Erzeuger. Inzwischen erhalten neu in Betrieb genommene Ökostrom-Erzeuger keine feste Vergütung mehr zugesprochen, sondern im Rahmen einer Ausschreibung die Förderung, die vom Erzeuger genannt wurde und auch zugleich das niedrigste Angebot darstellt. Doch dies ändert auch nicht viel am Ende der Entgelt-Kette. In der Regel werden Ausgaben und „entgangene Gewinne“ bis zum Ende durchgereicht. Der Konsument muss so oder so mehr bezahlen.

Strompreis-Komponenten und Anteile 2018

Strompreis-BestandteilAnteil
Strompreis Haushalt52,2 %
Netzentgelte, Messung, Abrechnung25,6 %
EEG-Umlage23,6 %
Vertrieb, Erzeugung19,3 %
Stromsteuer7,0 %
Konzessionsabgabe5,7 %
KWK-Umlage1,4 %
§19-Umlage1,4 %
Quelle: BDEW

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