Mittwoch, den 14. November 2018

Höhere Stromkosten ab 2019 wegen Pläne der Bundesnetzagentur

Energiepolitik


Die Strompreise können über zahlreiche Stellschrauben gestaltet werden. So dürften die Stromkosten ab 2019 auch weiter ansteigen, obwohl die Öko-Umlage etwas abgesenkt wird. Die Bundesnetzagentur plant die Reduzierung des Produktivitätsfaktors, zum Nachteil der Stomkunden.

Energiewende

Im Rahmen der Energiewende wird Stromkunden immer tiefer in die Tasche gegriffen

Verbraucherschützer fordern Absenkund der Erlösobergrenzen

Auf die Konsumenten kommen trotz abgesenkter EEG-Umlage ab dem kommenden Jahr voraussichtlich dennoch steigende Strompreise zu, alleine aufgrund der Pläne der Bundesnetzagentur, den Berechnungsfaktor für die Produktivität des Stroms ab 2019 abzusenken. Dieser Produktivitätsfaktor bestimmt die Höhe der Erlösobergrenze der Stromnetzbetreiber. Sinkt dieser Faktor, steigt die Erlösobergrenze und damit auch das auf die Stromverbraucher abgewälzte Netzentgelt. Die Konsumenten haben die Differenz auszugleichen.

Ab 2019 soll für den Zeitraum bis 2023 der abgesenkte Produktivitätsfaktor von 1,36 Prozent gelten. Für die Stromnetzbetreiber bedeutete dieser Schritt ein Mehrerlös von rund 320 Millionen Euro, wie Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) berechnete. Dieser Betrag komme als steigende Stromabgaben auf die Konsumenten zu.

vzbv forderte in einer Stellungnahme an die Bundesnetzagentur dazu auf, die Erlösobergrenzen der Stromnetzbetreiber auf „das notwendige Maß“ abzusenken, indem der Produktivitätsfaktor Strom auf 1,59 Prozent gesetzt wird. Darüber hinaus müssen Verbesserungen in der Effizienz und der technologische Fortschritt vollständig über abgesenkte Netzentgelte an die Konsumenten weitergereicht werden.

Die sog. EEG-Umlage sinkt ab 2019 um 0,4 ct./kWh ab.




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