EEG-Umlage straft einkommensschwache Haushalte ab

Erneuerbare Energien-


Die EEG-Umlage ist nicht nur ein lästiger Aufschlag auf die Stromrechnung, sondern auch ein Instrument zur Vermögensverteilung von unten nach oben. Einkommensschwache Haushalte werden von der Öko-Steuer abgestraft.

EEG-Umlage sollte vom Stromverbrauch entkoppelt werden

Solarmodule
Solarmodule für privilegierte Haushalte

Der auf die Stromkosten aufgeschlagene Anteil für die Förderung der Erneuerbaren Energien stellt ein weiteres Instrument dar, noch mehr vom (noch übrig gebliebenen) Geld der Haushalte abzuziehen und es dort zu verteilen, wo ohnehin schon eine Menge Geld herumliegt. Privathaushalte mit einem schwachen Einkommen können sich kaum eine Solaranlage auf dem Dach leisten, wohingegen die Betreiber von den gesetzlich festgelegten Zuschüssen für den eingespeisten Strom profitieren.

Das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) sieht in der EEG-Umlage eine Umverteilung von unten nach oben. Die Umlage wird jedem Endkunden pro verbrauchter Kilowattstunde (kWh) Strom angerechnet und ist daher fast unabhängig vom jeweiligen Einkommen der Haushalte. Unterm Strich belastet die Umlage Haushalte mit geringem Einkommen mehr als Haushalte mit einem hohen Einkommen.

Völlig anders würde die Lage aussehen, wenn sich die EEG-Umlage nach dem Einkommen der Haushalte richten würde. Gemäß der Steuerprogression und dem Einkommen steigenden Steuersatz, „würden einkommensstärkere Haushalte deutlich mehr zur Förderung des Ausbaus Erneuerbarer Energien beitragen als einkommenschwächere Haushalte“, so das IW.

Dazu komme, dass für die Stromverbraucher gar kein Anreiz für das Nutzen von Öko-Strom bestehe, da sämtliche Endverbraucher die EEG-Umlage unabhängig von der Zusammenstellung der Stromquellen zu bezahlen haben.

Betreiber von Solaranlagen stehen in der Sonnenseite

Es liegt auf der Hand, dass Betreiber von Solaranlagen auf dem eigenen Dach eher weniger zu den einkommenschwachen Haushalten gehören. Fast 10 Prozent der Haushalte mit dem höchsten Einkommen („die obersten 10%“) betreiben lt. IW eine Anlage zur Erzeugung von Solarstrom. Dagegen liegt der Anteil der Haushalte „bei den untersten 20%“ des Einkommens, die eine Solaranlage betreiben, lediglich bei 0,4 Prozent.

Die Haushalte, die sich keine Solaranlage leisten können, werden durch die EEG-Umlage abgestraft.

Das Institut sieht eine Lösung dieses Problems nur in der Trennung der EEG-Förderung vom Stromverbrauch. So könne z.B. eine Finanzierung aus dem Bundeshaushalt ein Ansatz sein, indem die bisherige EEG-Umlage ersetzt würde durch einen Aufschlag auf die Einkommensteuer. Damit würde sich auch die gegenwärtige Verteilungswirkung ändern, da sich die Höhe der EEG-Umlage nach den finanziellen Möglichkeiten der Haushalte bzw. Unternehmen richtete.



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