EEG-Anteil sorgt in 2020 für teurere Strompreise

Mehrbelastungen Haushalte –


Die Strompreise werden auch zu Beginn 2020 teils kräftig angezogen. Ausschlaggebend ist der höhere EEG-Anteil, welcher das Weiterreichen günstigerer Großhandelspreise verhindert. Ab 2021 sind aufgrund der neuen Spurengas-Steuer Vergünstigungen in Aussicht gestellt, aber dieser vermeintliche Vorteil ist pure Augenwischerei.

Stromkosten

Haushalte sind stets das Ziel jeglicher Abgabenerhöhungen

Normgeber verhindert Entlastung Haushalte systematisch

Die Strompreise im Bundesgebiet sind die höchsten Europas. Dies ist allerdings noch ausbaufähig und trotz der von der Bundesregierung in Aussicht gestellten „Entlastung“ beim EEG-Anteil werden die Haushalte dennoch bei der leicht nachvollziehbaren Stromrechnung höhere Beträge stehen haben.

Ab 2020 wird ein Großteil der Haushalte mehr Geld für Strom ausgeben müssen. Von 820 örtlichen Stromversorgern haben lt. dem Vergleichsportal Verivox 506 Anbieter eine durchschnittliche Preisanhebung um 6 Prozent angekündigt. Gemäß eines Modell-Haushaltes mit 4.000 Kilowattstunden (kWh) Verbrauch pro Jahr ergibt dies einen Mehrbetrag von 71 Euro. Dabei handelt es sich mit der Strompreiserhöhung lediglich um einen Auftakt ins neue Jahr. Verivox rechnet im Verlauf des Jahres 2020 mit weiteren Preiserhöhungen.

Besonders betroffen sind lt. dem Vergleichsportal die Haushalte im Umland. Während Großstädte wie Hamburg und Berlin zumindest zum Beginn kommenden Jahres mit keinen Strompreiserhöhungen rechnen müssen, ziehen die Versorger im Flächenbereich die Preise um 4,2 bis 6,6 Prozent an.

EEG ist lediglich nur ein einzelner Bestandteil aus einer ganzen Sammlung von Strompreis-Parametern. Grund für die kommende Preiserhöhung seien höhere Netzgebühren und Umlagen. Die EEG-Umlage steigt ab 2020 auf 6,756 Cent pro kWh und somit um rund 5 Prozent an. Die Stromversorger kaufen ihren Strom zu deutlich günstigeren Preisen ein, allerdings sieht der vom Normgeber vorgesehene EEG-Mechanismus gar keine Möglichkeit vor, dass der Endkunde von günstigeren Großhandelspreisen profitieren kann. Sinken die Großhandelspreise ab, so sorgt die EEG dafür, dass der Endkunde höhere Umlagen bezahlen muss, damit die festgelegten Vergütungen an Öko-Stromerzeuger gedeckt werden können.

Täuschung und Irreführung auf ganzer Linie

Ab dem Jahr 2021 soll die Regelung in Verbindung mit der kürzlich verabschiedeten CO2-Steuer gelten. Die anteilige EEG-Umlage wird gesenkt. Die Bundesregierung spricht von durchschnittlich 63 Euro jährlich. Allerdings handelt es sich hiermit um eine ebenso dicke Täuschung wie die u.a. von den Medien verbreiteten frohen Botschaften über sinkende Bahnticket-Preise. Um 10 Prozent günstiger werde die Bahn, so der Tenor. Jedoch resultiert dies aus der abgesenkten Mehrwertsteuer und zwar um 12 Prozent. Die restlichen 2 Prozent werden einfach kassiert, bzw. behält sich die Bahn in Form von versteckten Ticketpreisanhebung einfach ein. Die allgemeine Steuer für das Spurengas CO2 zahlen in erster Linie die Erzeuger bzw. Unternehmen. Allerdings ist die Weitergabe der Spurengas-Steuer an die Endkonsumenten so sicher wie der erneute Sonnenaufgang am nächsten Morgen. Diese Preiserhebungen sind allerdings gestreut und subtil, werden in der Summe die Haushalte um ein Vielfaches mehr belasten als die populistisch angekündigten Entlastungen bei der einfach nachvollziehbaren Stromrechnung.

Strompreisvergleich Schnellrechner Strompreise - Stromanbieter vergleichen

Postleitzahl Haushalt:


Sie kennen die Postleitzahl nicht? - Hier nach dem Ort suchen


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Wir benutzen Cookies für die Verbesserung der Nutzerfreundlichkeit. Durch Ihren Besuch stimmen Sie dem zu.