Dank EEG: Private Stromkunden subventionieren Billigstrom in Holland

Ökostrom Export-


Die Herstellung, Verbreitung und Verwendung von Ökostrom ist teuer. Im Rahmen der Energiewende ereilten die privaten Stromverbraucher bereits mehrere „alternativlose“ Strompreisanhebungen.
Die regenerative Energie wird bereits mit einem solchen Eifer produziert, dass dieser zu Billigstpreisen im niederländischen Ausland verkauft werden muss. Indirekt subventionieren die Haushalte den vergünstigten Strom im EU-Nachbarstaat.

Es gibt keine Umlage des Billigstroms für Preisnachlässe

Ökostromexport
Billiger Ökostrom wird ins Ausland verramscht
Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis einer Ware auf dem Markt, sofern manipulative Eingriffe unterlassen werden. Elektrischer Strom als eine reine Energieform ist ebenfalls „nur“ eine Ware, die mit den Emissions-Zertifikaten einen virtuellen Begleiter erhalten hatte. Auf welche Art und Weise der Strom in Deutschland erzeugt wird, wurde den meisten Haushalten mit der letzten Anhebung der EEG-Umlage ab 2013 förmlich eingehämmert.

Die alternative, oder besser gesagt regenerative Energie, wird schrittweise den bisher aus Atommeilern gewonnenen Stromfluss ablösen. Als eine „Solidargemeinschaft“ darf jeder private Stromabnehmer durch Strompreisanhebungen einen Beitrag dafür leisten. Das Prinzip der gemeinsam gestemmten Energiewende schließt jedoch die industriellen Großabnehmer aus. Diese stehen als Nutznießer, u.a. durch die Befreiung von Leitungsnutzungsentgelten, neben, eigentlich über dem System.

So kam es dazu, dass die Strompreise überproportional angestiegen sind, da der „gleitende Übergang“ zwischen Atomstrom bis zum Wind- und Solarstrom samt der Verlegung neuer Leitungen eben eine ganze Stange Geld kostet. Selbst eine kritische Hinterfragung, ob der Weg bis zum Ziel vernünftig oder blanker Unsinn sei, würde so schnell nicht viel ändern können, da die milliardenschweren Energiekonzerne am viel längeren Hebel sitzen. Ihr Einfluss reicht bis an die Sitzflächen der Stühle im EU-Parlament und sorgen dort für ausreichend viel „Klebstoff“.

Das Zuviel einer Ware macht es billiger – Für Andere
Zu allem Überfluss kommt nun ein weiterer Nutznießer des derzeitigen „EEG-Chaos“ hinzu.
Ein Überangebot des ökologisch sauber erzeugten Stroms sorgte offenbar für eine Geberlaune bei den wenigen Stromkonzernen in Deutschland. Ein satter Überschuss drückte den Preis und führte dazu diesen teilweise sogar herzu schenken. Bild.de (Samstag) nannte die vom Branchenverband (BDEW) genannte Zahl von rund 23 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Strom, der überwiegend billig bis kostenlos weiter gegeben wurde. Ungefähr 10 Millionen Zwei-Personen-Haushalte könnten sich mit günstigem Strom eindecken. Doch die Weiterreichung erfolgte mit einem Anteil von 17,5 Milliarden kWh über die Grenzen in die Niederlande.

Deutschlands Haushalte leisten ihren Beitrag zum Ökostrom-Export
Da die deutschen Haushalte alleine im Jahr 2012 fast 17 Milliarden Euro von den insg. 20 Milliarden Euro Umlagen, oder auch Strom-Subvention, zu bezahlen hatten, wäre doch ein Preisnachlass für Tulpen oder Leerdammer „das Geringste“ als Gegenleistung zu erwarten. Bevor jedoch eine falsche Neidkultur zum Vorschein kommt, wäre es sinnvoller dem Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) und / oder dem Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) den Vorschlag zu unterbreiten, den Stromkonzernen eine unterwürfige Bittstellung zukommen zu lassen, ob diese dazu bereit wären, den verbilligten Strom innerhalb der deutschen „Solidargemeinschaft“ zu belassen.

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