BDI fordert Reform der Energiewende zum EEG 2.0

Ökostrom-Umlage-


Der Bundesverband der deutschen Industrie e.V. (BDI) forderte zur Bekanntgabe der Anhebung der EEG-Umlage auf 5,3 Cent pro kWh durch die vier Netzbetreiber eine schnelle Handlung seitens der Landes- und Bundespolitik, um die „aus dem Ruder laufenden Kosten“ in den Griff zu bekommen. Die Umsetzung sollte noch vor der Bundestagswahl abgeschlossen sein.

EEG 2.0 als Ziel der Umstrukturierung der Energiewende

Kosten Energiewende
Teurer werdende Energiewende
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de

BDI-Hauptgeschäftsführer Markus Kerber fordert „neue Instrumente“, um die Kosten der aus dem Ruder laufenden Förderung der erneuerbaren Energien in den Griff zu bekommen.

Kerber stemmt sich aber dagegen, dass in der Öffentlichkeit offensichtlich bewusst der Eindruck geschürt würde, der Anstieg der EEG-Umlage sei wesentlich durch die Entlastung für die Industrie verursacht worden. Der BDI-Hauptgeschäftsführer erklärte, „von der Belastung ausgenommen sind nur energie-intensive Betriebe, die im internationalen Wettbewerb stehen.

Diese Entlastungen sind überlebenswichtig für den Erhalt der Arbeitsplätze am Industriestandort Deutschland. Davon profitiert letztlich das ganze Land. Nur 734 der mehr als 200.000 Industrieunternehmen in Deutschland sind 2012 entlastet – Golfplätze und Rechenzentren gehören ausdrücklich nicht dazu.“

Eine zutreffende Analyse der derzeitigen Probleme mit den korrekten Schlussfolgerungen sei vom Bundesumweltminister Altmaier in der vorherigen Woche vorgelegt worden, so Kerber. Eine grundlegende Reform hin „zu einem EEG 2.0“ wäre nun notwendig. Erforderlich wäre ein zentrales Instrument für die „Gestaltung unterschiedlicher, aber eng zusammenhängender Aufgaben in einem Gesamtsystem“, so der Hauptgeschäftsführer vom Bundesverband.

Das Ziel müsste ein kalkulierbarer Ausbau der erneuerbaren Energien in enger Abstimmung mit dem Ausbau der Netze, den konventionellen Energien und der Marktintegration sowie einer regionalen Koordinierung sein, forderte Kerber.

Der BDI-Hauptgeschäftsführer drängt zur Eile, „wie dürfen keine Zeit mehr verlieren“. Eine rasche Handlung der Ministerien, in enger Zusammenarbeit, wäre nun erforderlich, um eine effektive Kostenbremse noch vor der Bundestagswahl zu schaffen. Dazu müssten sich aber auch die Länder mit dem Bund zu einer Gesamtplanung einigen. „Energie-Kleinstaaterei darf weder zum Kostentreiber noch zum Hemmschuh für das Gelingen der Energiewende werden“, so Kerber.

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