Ab 2013 drastische Strompreiserhöhungen erwartet

Stromkostenanhebung 2013-

Ab 2013 werden die deutschen Privathaushalte mit deutlichen Strompreiserhöhungen rechnen müssen. Der Privatverbraucher muss voraussichtlich für die Vorzugsbehandlung der gewerblichen Abnehmer den Preis bezahlen.

Industriefirmen werden von Netzentgelten befreit

Energiewende
Energiepreisanhebungen landen
stets bei den Bürgern

Die Unternehmen der Industrie erhalten nacheinander die Ausnahmeregelung zugesprochen, kein Netzentgelt mehr entrichten zu müssen. Diese Sonder-Maßnahme kann dem privaten Stromverbraucher richtig teuer zu stehen kommen.

Bisher seien lt. Frankfurter Rundschau 178 Industrieunternehmen in den Genuss gekommen, kein Netzentgelt mehr bezahlen zu müssen. Die Bundesnetzagentur (BnetzA) bearbeitet die eingehenden Anträge auf Entgeltbefreiung und vergibt nach Prüfung die erwünschten Genehmigungen. Derzeit wird mit weit mehr als 200 Unternehmen gerechnet, die eine Ausnahmeregelung zur Stromkosten-Entlastung zugeteilt bekommen.

Das Stromfinanzierungs-Loch muss gestopft werden – Privatabnehmer
Was für die Industrie an Einsparungen bedeutet, wird für die privaten Stromkunden voraussichtlich als Aufschlag in der Stromrechnung zu buche schlagen. Auch kleinere Unternehmen werden von den Ausgleichszahlungen betroffen sein.

Noch für das Jahr 2012 geht man von einem notwendigen Differenzausglich in Höhe von 440 Millionen Euro aus.

Die Energiewende wird immer abenteuerlicher

Die Industrie (nicht die kleinen Unternehmen) hat offensichtlich wiederholt ihre Einflußmöglichkeiten in die Politik voll ausgespielt. Die Förderung des Industriestandortes Deutschland ist richtig und dieser Weg muss beständig weiter verfolgt werden.

Dennoch scheint es offenbar der einfachste und bequemste Weg zu sein, die Fördermaßnahmen voll und ohne Umwege direkt zu den Privathaushalten durchzuschleusen. „Die Industrie ist von den Kosten befreit, dafür müssen ersatzweise die Privatpersonen aufkommen, fertig“.

Der Stromversorger FlexStrom legt die Zahlen deutlich auf den Tisch. Die Kosten für Stromerzeugung, Transport und Vertrieb sind demnach seit 1998 lediglich um 9 Prozent gestiegen. Im gleichen Zeitraum würden die Privathaushalte durch Umlagen, Abgaben und Steuern um inzwischen 178 Prozent mehr belastet werden. Derzeit bezahlen die Privatabnehmer mit rund der Hälfte der Stromrechnung nur für Abgaben und Steuern.

Eine Entlastung der Industrie ist gleichzeitig eine Belastung der Privathaushalte. Für den Stromsektor zahlen inzwischen die rund 41 Millionen deutschen Haushalte anteilig ca. 175,- Euro pro Jahr für die Entlastung der Industrieabnehmer. Mit dem Anwachsen der Sondergenehmigungen zur Entgeltbefreiung wird noch im laufenden Jahr mit einem Anstieg auf über 220,- Euro pro Haushalt gerechnet.

Der Bürger kann nicht ausweichen. Abgaben- und Steuererhöhungen werden von jedem Stromvertreiber bis zum Endabnehmer durchgereicht. Dafür sorgt die bereits im Jahr 2000 ins Leben gerufene EEG-Umlage.

Der Bundeswirtschaftsminister Phillip Rösler (FDP) hat die Energiewende zu seiner persönlichen Chef-Sache erklärt. Ein neu organisiertes 40-köpfiges Team soll sich um die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende kümmern. Ob im Zuge dieser Maßnahmen auch eine „Wunsch-Hotline“ für Industrie und Lobby eingerichtet wird, ist nicht bekannt.



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Bild: Gerd Altmann / pixelio.de

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