3. Quartal 2023 – Eigene Stromproduktion im Land unzureichend

Energiepolitik –


Die Stromerzeugung im Bundesgebiet reicht nicht mehr aus, um den eigenen Strombedarf zu decken. Im Laufe des 3. Quartals 2023 war Deutschland von Stromlieferungen aus dem Ausland abhängig.

Konjunkturflaute und mehr Import

Energiewende

 Die eigene Stromproduktion im Land reicht nicht mehr aus

Im Laufe des dritten Quartals 2023 wurden auf dem Gebiet der Bundesrepublik 94,2 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Strom erzeugt und ins Netz eingespeist. Gegenüber dem gleichen Quartal im Vorjahr war dies ein Rückgang um rund ein Fünftel (20,3 %). Das Statistische Bundesamt (Destatis) begründet diesen Rückgang mit der konjunkturellen Flaute in den energieintensiven Industriezweigen und dem einhergehenden geringeren Strombedarf. Hinzu kam der Anstieg des aus dem Ausland importierten Stroms.

In den Monaten Juli bis September 2023 hatte der aus erneuerbaren Energien erzeugte Strom einen Anteil von 60,2 Prozent. Ein Anstieg um 8,1 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum im Vorjahr. Der Anteil aus konventionellen Energieträgern sank um 42,9 Prozent auf nur noch 39,8 Prozent der gesamten Stromerzeugung.

Neu aufgeteilter Strommix

Im dritten Quartal lag der Stromanteil aus Windkraftanlagen bei 24,4 Prozent (3. Quartal 2022: 16,8 %). Der Anteil des Stroms aus Photovoltaikanlagen lag bei 21,5 Prozent (3. Quartal 2022: 16,1 %).
Aus Kohlekraftwerken wurde Strom mit anteilig 23,9 Prozent (3. Quartal 2022: 36,2 %) des Gesamtstroms erzeugt. Aus Erdgas wurde für den Strommix ein Anteil von 12,7 Prozent (3. Quartal 2022: 9,3 %) eingespeist.
Die Abschaltung der letzten drei verbliebenen Atomkraftwerke am 15. April 2023 führte naturgemäß zu 0 Prozent Kernkraft-Anteile. Ein Jahr zuvor lag der Anteil des Stroms aus Kernkraftwerken 7,4 Prozent.

Auf das Ausland angewiesen

Offensichtlich reicht der im Bundesgebiet erzeugte Strom immer weniger aus, um den eigenen Bedarf zu decken. Die Menge des aus dem Ausland importierten Stroms ist im 3. Quartal 2023 auf 23,1 Milliarden kWh angestiegen. Ein Plus um 78,6 Prozent gegenüber dem 3. Quartal 2022. Die wichtigsten Lieferanten waren Dänemark, die Niederlande, Frankreich, Österreich, Norwegen und die Schweiz.
Den Stromimporten stehen auch Exporte gegenüber. Im 3. Quartal 2023 wurden lt. Destatis 9,9 Milliarden kWh Strom ins Ausland exportiert. Ein Rückgang um 38,2 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahres-Quartal. Damit betrug der Importüberschuss 13,2 Milliarden kWh. Ein Jahr zuvor wurden 3.0 Milliarden kWh mehr Strom exportiert als importiert.

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