Solarmodul-Hersteller Solarworld ist Pleite

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Der einstig führende deutsche Solarmodul-Hersteller Solarworld ist Pleite. Das Firmen-Management kündigte einen Insolvenzantrag an. Der Preisverfall an den Märkten entzog dem Unternehmen das Fundament.

Solarworld will Insolvenzverfahren einleiten

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Einstürzende Preise - Solarworld gibt auf

Für den ehemaligen Platzhirsch der deutschen Solarmodul-Hersteller Solarworld sind die Würfel nun gefallen. Das Bonner Unternehmen kündigte am Mittwoch den Antrag für Insolvenz stellen zu wollen. Ohne ein Insolvenzverfahren sei das Unternehmen nicht mehr über Wasser zu halten. Es sei nun der Zeitpunkt gekommen, der Insolvenzantragspflicht Folge zu leisten. Ausgelöst haben diese prekäre Situation die anhaltenden Preisverwerfungen an den Märkten.

Die bisherigen Rettungsversuche des seit rund sechs Jahren defizitären Unternehmens sind gescheitert. Angestrebtes Ziel war es das Erreichen von Gewinnen ab dem Jahr 2019. Dafür sollten von rund 3.300 Arbeitsplätzen 400 abgebaut werden. Darüber hinaus wollte die Firmenleitung den Fokus auf hocheffiziente Solarmodule legen. Nach dem ständigen Verfall der Preise für Module und Solarzellen setzte Mitte 2016 erneut ein massiver Preisabrutsch ein.

Solarworld fuhr im Jahr 2016 rund 92 Millionen Euro Verlust ein. Mit der Insolvenz des Unternehmens sind auch Arbeitsplätze in Freiberg (Sachsen) und Arnstadt (Thüringen) betroffen.


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