Ölpreise drücken Heizkosten und Inflation – Verbraucher sparen Millionen

Energiepreise Deutschland-


Die Preise für Öl fielen, der Euro stieg gegenüber dem US-Dollar an und am Ende standen die deutschen Verbraucher vor einer gesunkenen Inflation und deutlich gedrückten Heizölkosten. Rund 700 Millionen Euro sparten sich die Haushalte im ersten Halbjahr 2014 ein.

Ölpreise

Sinkende Ölpreise und gestärkter Euro setzen Europäische Zentralbank unter Druck

Fallende Energiepreise drückten Inflation und Kosten für Haushalte

Was dem Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, Kopfschmerzen bereitet, erfreut die europäischen Verbraucher. Die deutschen Konsumenten profitieren von fallenden Energiepreisen, allen voran die Preise für Heizöl. Die Inflation hielt sich in Deutschland im August 2014 auf (vorläufig geschätzte) 0,8%, in der gesamten Eurozone fiel die Inflation sogar auf 0,3% ab. Hauptsächlich waren fallende Energiekosten für den Abwärtstrend verantwortlich.

Der international gehandelte Ölpreis tendiert derzeit um die 100 Dollar pro Barrel (159 Liter). Eine Phase, die jedoch nicht lange anhalten wird und wieder in steigende Preise mündet, so Dr. Marco Bargel, Chef-Investmentstratege der Postbank. Ein Unterschreiten der 100-Dollar-Grenze sei daher unwahrscheinlich. Bis zum Jahresende erwartet Bargel einen Preisanstieg beim Ölpreis bis in den Bereich von 110 Dollar.

Ölpreisentwicklung und Euro-Kurs bremsten Inflation doppelt ab

Eine direkte bremsende Wirkung auf die Inflation übt der internationale Rohölpreis aus. Ein weiterer Faktor für fallende Preise war der ab Mitte 2012 aufstrebende Euro gegenüber dem US-Dollar. Im März 2012 kostete ein Barrel Öl noch rund 98 Euro und der Preis ist bis heute auf nur noch ca. 78 Euro gefallen. Für die Inflation im Euroraum blieb diese Entwicklung nicht ohne Folgen.

Rund 700 Millionen Euro aufgrund fallender Ölpreise eingespart

Die Kaufkraft der Bundesbürger werde aufgrund der niedrigen Öl- bzw. Energiepreise gestärkt. Rund 35 Milliarden Euro gaben die Verbraucher im Jahr 2013 für die unterschiedlichen Sparten aus, die mit dem Ölpreis in enger Verbindung stehen, u.a. Kraft- und Schmierstoffe, flüssige Brennstoffe und Verkehrsdienstleistungen. Im Jahresdurchschnitt 2013 zahlten die Verbraucher knapp 82 Euro pro Barrel Öl. Im ersten Halbjahr 2014 kostete ein Barrel Rohöl rund 79 Euro. Die Privathaushalte sparten somit im bisherigen Jahresverlauf rund 700 Millionen Euro ein. Auf die 40,7 Millionen Haushalte herunter gerechnet eine Einsparung von gut 17 Euro.

Die bisherige Entwicklung der Heizölpreise



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