US-Haushaltsstreit drückt Anfang Oktober 2013 auf Ölpreise

Heizölpreise & US-Haushalt-


Die Fäden für die internationalen Ölpreise werden von einer Hand in die andere gereicht. Thema Syrien ist Geschichte, die Spekulationen um die Fed-Geldpolitik derzeit auf Eis gelegt und nun zieht die potenzielle Insolvenzerklärung der US-Regierung an den Preisparametern.

Urlaubs-Stand der US-Regierung drückt auf Ölpreise

Preisfall Heizöl
Der Irrtum der Analysten bremste Ölpreisanstieg aus

Verbraucher mit einer Ölheizung im Keller kommen kaum am politischen Geschehen in der Welt herum. Die meisten Kunden wollen ihre Tanks zu möglichst günstigen Preisen befüllen und deshalb ist der Blick auf die aktuellen Ölpreise bzw. Prognosen zu den Entwicklungen nicht zu vermeiden.

Der Ölmarkt wird nicht „langweilig“. Im Gegenteil, die beeinflussenden Ereignisse geben sich gegenseitig die Türklinke in die Hand. Der Nah-Ostkonflikt ist vorerst friedlich in Rauch aufgegangen, das wackelige Hin- und Her der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) zur Entscheidung über das Anleihekaufprogramm scheint auch langsam den „alten Hasen“ an den Börsen zu nerven.

Doch gegen ein vorzeitiges Einsetzen normaler Verhältnisse sorgten die US-Streitparteien Republikaner und Demokraten. Deren Uneinigkeit hat das öffentliche Leben in den USA buchstäblich in den Urlaub geschickt. Die Zahlungsunfähigkeit der größten Wirtschaftsnation der Erde droht. 16,7 Billionen Dollar Schulden sind kein Pappenstil und deren Management steht nun im Mittelpunkt des politischen Geschehens. Zivile Staatsbedienstete „erfreuen“ sich nun eines unbezahlten Sonder-Urlaubes. Erstmals wieder seit rund 17 Jahren.

Den Rohstoffhändlern bzw. den Investoren gefällt die prekäre Lage in Nordamerika ganz und gar nicht. Der lachende Dritte könnte jedoch der „kleine Mann“ mit dem Heizöltank zu Hause sein. Nach ersten Anzeichen einer kalten Schulter der Märkte, verbreitet sich nun offenbar doch etwas Nervosität. Der Ölpreis geriet sichtlich unter Druck und musste am Mittwoch weiter nachlassen. Am Mittwochmorgen wurde ein Barrel (159 Liter) Nordsee-Brent für 107,53 Dollar gehandelt. Der Preis am Vortag lag noch um 41 Cent darüber. Der Preis für den europäischen Heizölmarkt etwas weniger wichtige US-Ölsorte WTI musste im gleichen Zeitraum 51 Cent nachlassen.

Der Euro hält sich gegenüber dem US-Dollar relativ stabil. Wechselkurse spielen Anfang Oktober zum Ölpreis kaum eine Rolle.

In Deutschland kosteten am Mittwoch 100 Liter Heizöl im Durchschnitt 82,5 Euro.

Preise Heizöl berechnenHeziöl Kostenrechner

Bild: CC0 1.0 Universell – Quelle: heizoel24.de
Beitrag anderen Menschen mitteilen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.