Streit um Ölmarkt Dominanz lässt Preise tief abstürzen

Ölmärkte-


Die Rohölpreise scheinen derzeit nur eine Richtung zu kennen, schnurstracks nach unten. Der anhaltende Streit um die Dominanz über die globalen Märkte hat nur sehr geringe Chancen auf irgendeinen glimpflichen Ausgang.

Heizöl

Streit um Vorherrschaft schickt die Ölpreise auf steile Talfahrt

Opec, USA, Iran – Fördern bis zum Umfallen

Zuerst ließ die Opec durchdringen, dass eine Reduzierung der Ölfördermenge beabsichtigt sei, nur um kurz darauf die gegenteilige Entscheidung zu treffen. Man wolle die Förderungen mindestens beibehalten, wenn nicht im kommenden Jahr sogar erhöhen. Die einzelnen Mitglieder der erdölexportierenden Länder konnten sich nicht auf einen gemeinsamen Nenner einigen. Für den Ölmarkt sind derlei Nachrichten allemal Auslöser für weitere Schwächeanfälle.

Mit dem Festhalten an der (theoretischen) Ölfördermenge von 30 Millionen Barrel täglich rutschte der Preis für US-Öl WTI zeitweise unter 35 US-Dollar pro Barrel (159 Liter) und Nordsee-Öl Brent folgte dieser Richtung nach. Für weiteren Druck auf die Rohölpreise sorgt das sich in den Startlöchern befindende Förderland Iran. Nach dem Aufheben der Sanktionen durch die USA steht der beschleunigten Lieferung nichts mehr im Wege.

Profiteure von diesem Ölpreisverfall sind die Konsumenten. Die Spritpreise lassen (eher zögerlich) nach und die Heizölpreise markierten inzwischen ein neues 6-Jahres-Tief.
Der „Ölpreis-Kampf“ um die Vorherrschaft an den globalen Märkten ist nicht zu übersehen. Die Opec-Länder produzieren längst unterhalb Rentabilität, besonders die US-Unternehmen mit Schwerpunkt Schieferöl-Förderung und Russlands Wirtschaft gerät zusehends unter Druck.

Wiederholt wird übersehen, dass Kriege, auch Wirtschaftskriege, regelmäßig in einem Desaster für alle Beteiligten und vor allem Unschuldigen endet.





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