Stabilisierung Ölpreise in Frage gestellt

Rohöl-


Eine Stabilisierung der Rohölpreise durch die vereinbarte Förderdrosselung ist inzwischen in Frage gestellt. Saudi-Arabien ist der Meinung, dass ab Juni eine Fortsetzung der Drosselung nicht mehr notwendig sei.

Saudi-Arabien heizt die Spekulationen ein

Ölförderung
Ölpreise könnten wieder abstürzen

Die Ölpreise geraten trotz der vereinbarten Ölförder-Drosselung zusehends ins Wanken. Das zwischen den Opec-Mitgliedern und den weiteren Ölförder-Staaten in Wien gefundene Abkommen scheint nur zu einer einmaligen Angelegenheit zu werden. Die vereinbarten Förderkürzungen gelten vorerst als befristet und ob es eine Verlängerung der Förderdrosselung geben wird, ist bereits jetzt schon in Frage gestellt.

Saudi-Arabiens Energieminister Khalid al-Falih betonte, dass eine Deckelung der Ölfördermengen durch die Opec-Länder sowie die Russische Föderation über den Juni hinaus nicht nötig sei, wie Bloomberg berichtete. Bis dahin werde das derzeitige Überangebot auf den globalen Märkten nicht mehr vorliegen.

Mit dieser Aussage heizte der Saudische Energieministers die Spekulationen der Marktteilnehmer an. Vor allem weil der Zeitplan doch eher als zu optimistisch eingeschätzt wird. Lt. Bloomberg dürfte von den rund 300 Millionen Fass (159 Liter) bestehendem Überangebot an den Weltmärkten immer noch rund zwei Drittel vorhanden sein. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage dürfte erst gegen Ende des Jahres erreicht werden, die Beibehaltung der Förderdrosselung vorausgesetzt.


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