SNB-Entscheidung: Eidgenossen brachten Heizölmarkt aus der Fassung

Heizölmarkt Januar 2015-


Der Freitagvormittag verlief für den Heizölmarkt nach dem noch überraschend turbulenten Vortag äußerst ruhig. Der erneut eingebrochene Euro und die resultierten Ölpreisanstiege aufgrund „eidgenössischer Botschaften“ haben derzeit eine waagerechte Bewegung eingenommen.

Die Schweizer brachten die Märkte in Aufruhr

Ölförderung
Größere Preisdifferenzen zwischen Euro und Franken

Der gestrige Donnerstag kann für den Markt in der Eurozone mit einem Eckpfeiler markiert werden. Die Schweizerische Notenbank (SNB) gab die Bindung des Franken zum Euro völlig überraschend auf. Die über gut drei Jahre verordnete „Zwangsehe“ mit einem fixierten Verhältnis von 1,20 Franken für 1 Euro wurde von der SNB geschieden.

Der Clou der SNB überraschte Marktteilnehmer, Analysten, Spekulanten, die Weltbank, den Internationalen Währungsfonds (IWF), gerade so, als ob diese Entscheidung erst während der Sitzung gefällt wurde. Nach einer ausgiebigen Zick-Zack-Bewegung des Wechselkurses pendelte der Schweizer Franken bei rund 1,03 Euro ein. Eine schlagartige Aufwertung um rund 15 Prozent.

Während die Aktienwerte an der Züricher Börse nach unten rauschten, zeigten sich die anderen Handelsplätze weitaus motivierter. Der Euro jedoch kam seiner Bestimmung nach und sackte gegenüber dem Dollar förmlich ab und durchbrach die Linie bei 1,17 Dollar. Das Plus bei den Rohölsorten fiel deutlich im grünen Bereich, aber wesentlich verhaltener aus. Für die Heizölkunden „schwappte“ der durchschnittliche Preis über Nachmittag nach oben.

Die „Schockwelle“ scheint vorerst verebbt zu sein. Am Freitag starteten die Märkte ausgeglichen. Die Gemeinschaftswährung verharrt auf Position und die Ölsorten Brent sowie WTI legten um 0,22 bzw. um 0,32 Dollar zu.

Momentaufnahme der Rohöl- und Heizölpreise

Der Preis für die Rohölsorte Brent (Nordsee-Öl) stieg im Laufe des frühen Freitags auf 48,38 Dollar pro Barrel (159 Liter) an. Heizöl kostete am Freitagvormittag durchschnittlich 53,40 Euro pro 100 Liter und somit nach dem noch turbulenten gestrigen Nachmittag annähernd gleich viel.

Entwicklung der Heizölpreise

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Ölpreisentwicklung 2015

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Bild: CC0 1.0 Universell – Quelle: heizoel24.de

/p

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