Saudi-Arabien erlangte im Ölpreiskampf einen Etappensieg

Ölmarkt-


Im Kampf um die Vorherrschaft über den internationalen Ölmarkt erlangten Saudi-Arabien einen weiteren Etappensieg. In den USA ziehen die Energieunternehmen mit der Reduzierung der Fördermengen weitere Konsequenzen.

Ölförderung

Das Kalkül der USA scheint nicht aufzugehen. Opec-Länder erlangten einen Etappen-Sieg

Produktionskosten und niedrige Ölpreise passen nicht zusammen

Die Verhandlungsgespräche zwischen Russland, Saudi-Arabien, Katar und Venezuela führten offensichtlich für die US-Unternehmen zu unbefriedigenden Ergebnissen. Das Einfrieren der Öl-Fördermengen auf den Stand von Januar ist eben keine Reduzierung.

Für die US-Unternehmen rentiert sich das Herauspumpen von Erdöl immer weniger. Die an den Märkten gehandelten Preise können die Kosten kaum bis gar nicht mehr abdecken. Der wirtschaftliche Schaden ist scheinbar nur noch mit der Einschränkung der geförderten Mengen in Grenzen zu halten.

US-Öl- und Erdgasunternehmen stellen für 2016 eine drastische Reduzierung ihrer Produktionen an. Die Unternehmen kalkulieren derzeit mit Einschränkungen um 10 bis 15 Prozent.

Damit hätten die Opec-Länder, allen voran Saudi-Arabien, im international geführten Ölkampf einen Etappensieg errungen. Die USA waren mit ihren intensiv geförderten Schieferöl-Produktionen maßgeblich am Preisverfall beteiligt. Die schleppende Weltwirtschaft trug zur schwachen Nachfrage und dem daraus entstandenen Überangebot bei.

Der größte Trumpf in Saudi-Arabiens Ärmel ist die verhältnismäßig günstige Ölförderung in ihrer konventionellen Art. Schieferöl-Produktionen sind ungleich teurer und erforderten einen deutlich höheren Ölpreis, um kostendeckend zu produzieren. Der Nahe und Mittlere Osten haben den längeren Atem.

In den letzten Tagen bewegten sich die Preise der wichtigsten Ölsorten Brent (Nordsee-Öl) und WTI (US-Öl) wenn auch in zögerlichen Schritten kontinuierlich nach oben. Am Dienstag zogen WTI um 0,56 US-Dollar auf 34,38 Dollar (+1,66%) und Brent um 0,27 Dollar auf 36,85 Dollar (+0,74%) an.





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