Sanktionen aufgehoben: Iran kehrt an Finanz- und Rohstoffmärkte zurück

Politik-


Der Iran kehrt nun wieder an die internationalen Finanz- und Rohstoffmärkte zurück. Die Sanktionen gegen den Öl-Riesen wurden aufgehoben und damit fiel auch der Startschuss für ein weiteres Fluten der Ölmärkte.

Heizöl

Irans Ölförderanlagen werden nun ordentlich hochgefahren

Der Druck auf Ölpreise steigt noch weiter an

Die Sanktionen gegen den Iran sind am Samstag offiziell ad acta gelegt worden. Das Land habe sämtliche vereinbarten Maßnahmen zum Atomabkommen erfüllt, so die zur Sanktionsaufhebung einleitende Feststellung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA).

Damit ist der langwierige Atomstreit zwischen Teheran und den westlichen Mächten beigelegt. Grund für das Verhängen von Sanktionen war der Verdacht des Westens, der Iran strebe die Produktion von Atomwaffen an. Teheran bestritt jedoch derartige Vorwürfe und beteuerte stets, nur die zivilen Zwecke wie Energieerzeugung verfolgen zu wollen.

Da der Iran den Atomwaffensperrvertrag unterschrieb, war das Land auch dazu gezwungen, die IAEA „ins Haus“ zu lassen. Andere Länder, die den Vertrag nicht abschlossen, bleiben dagegen von derlei Untersuchungsteams unbehelligt.

Der Teheran konnte den Westen nicht davon überzeugen, die Anreicherungsanlagen nicht für Waffentechnologie nutzen zu wollen. Letztendlich reagierten Washington und die EU mit einer Strafaktion in Form von Sanktionen.

Die Ölförderanlagen wurden bereits vor Wochen gut geschmiert

Nun steht der Iran wieder mit beiden Beinen im internationalen Ölmarkt. Teheran steckte die Ziele der künftigen Ölfördermengen bereits ab, nachdem die IAEA im Vorfeld der Sanktionsaufhebung das Einhalten des Atomabkommens bestätigte. Man wolle den Ölexport so schnell wie möglich wieder auf Hochtouren bringen.

Für den Ölmarkt sind diese Aussichten eher deprimierende Nachrichten. Die ohnehin schon überquellenden Vorratsspeicher können einen weiteren Ölschwall aus dem Iran nur schlecht verkraften. Der Preis gerät noch mehr unter Druck. Zum Wochenende fiel US-Öl WTI auf 30,60 US-Dollar pro Barrel und Nordsee-Öl Brent auf 29,15 US-Dollar.





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