Rohöl stabil, Euro instabil – Heizölpreise nach oben getrieben

Heizölpreise Herbst 2014-


Nichts Neues an den internationalen Rohölmärkten, zumindest was die Preisentwicklungen betrifft. Doch für Heizölkunden wirds am Donnerstag um rund 50 Cent bzw. 50 Rappen teurer. Die „Dankesrede“ für die Verteuerung kann an die Europäische Zentralbank gerichtet werden.

Die Analysten irrten und Mario Draghi reibt sich die Hände

Ölförderung
Der Euro versauert den Heizölkunden die Freude

Die Rohölpreise scheinen im Augenblick wie fest gefroren. Die Preise rückten für den Donnerstag gegenüber dem Vortag kaum von der Stelle. Doch für die Heizölkunden brachte der Donnerstag einen sichtbaren Preisaufschlag mit.

Zahlreiche Analysten gingen von einer steigender Rohölbevorratung in den USA aus. Doch das Department of Energy (DOE) machte den Experten-Träumen mit realen Fakten einen Strich durch die Rechnung. Rohöl wurde gegenüber der vorherigen Erfassung um 4,3 Millionen Barrel abgebaut. Destillate nahmen um geringfügige 800.000 Barrel zu und die Bevorratung von Benzin schrumpfte um 400.000 Barrel.

Stellte man das von Analysten erwartete Plus von 750.000 Barrel Rohöl den Zahlen des DOE gegenüber, läge die Differenz bei rund 5 Mio. Barrel. Weit verfehlt und darüber hinaus auch in die entgegen gesetzte Richtung verschätzt.

Immerhin blieb Rohöl trotz des Abbaus auf stabilen Kurs, verursacht offenbar durch die sichtbare und noch erwarteten Konjunkturschwächen rund um den Erdball.

Mario Draghis letzte geldpolitische Maßnahme funktioniert wenigstens an einem Punkt das erste Mal überhaupt. Die Entwertung des Euros gegenüber dem US-Dollar. Über Sinn und Zweck (auch dem zugrunde liegende Verstand) dieser Maßnahme streiten sich die Ökonomen und EZB-Verantwortlichen teils sehr heftig, doch die Gemeinschaftswährung fällt weiter ab und der feste Boden unter den Füßen ist noch gar nicht sichtbar. Die ersten Devisenmarkt-Experten bringen inzwischen eine „Parität“ ins Spiel, sprich Euro und Dollar auf Augenhöhe.

Ein erneut abgerutschter Euro ist ganz klar der Verursacher Nr. 1 für die Preisaufschläge auf Heizöl am Donnerstag.

Momentaufnahme der Rohöl- und Heizölpreise
Der Preis für die Rohölsorte Brent (Nordsee-Öl) blieb im Laufe des Donnerstags auf 96,80 Dollar pro Barrel (159 Liter) stabil. Gegenüber dem Mittwoch stieg der Preis für das Heizöl (durchschnittlicher Preis 77,82 Euro pro 100 Liter am Donnerstag) um durchschnittlich +50 Cent bzw. +50 Rappen pro 100 Liter an.

Entwicklung der Heizölpreise

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Ölpreisentwicklung 2014

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Bild: CC0 1.0 Universell – Quelle: heizoel24.de

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