Rasche Erholung der in die Knie gegangenen Ölpreise

Ölmärkte-


Ein Schrecken mit einem schnellen Ende. Der aufgrund der geplatzten Doha-Verhandlungen in die Knie gegangene Ölpreis hat sich erstaunlich schnell wieder erholt.

Ölpreise

Die Ölmarkt-Akteure erholten sich sehr schnell aus ihrem Schock

Herausforderung liegt bei Saudi-Arabien und Iran

Die Nachricht über die gescheiterten Verhandlungen zwischen 16 Ölförderländern in Doha (Katar) wirkte wie eine inmitten der Handelsplattformen geplatzte Bombe. Alle Hoffnungen auf eine Umsetzung der in Aussicht gestellten Fördermengen-Reduzierung wurden mit einem Handstrich weggefegt.

Enttäuschung und Frust der Ölmarktteilnehmer spiegelten sich ohne Verzögerung an den Ölkursen wider. Die Preise der wichtigsten Sorten Nordsee-Öl Brent und US-Öl WTI sackten um rund -7 Prozent ab. Damit war die Talsohle aber schon erreicht. Im Anschluss legten die Ölmärkte wieder den Vorwärtsgang ein und machten sich auf, die bisherigen Tagesverluste wieder auszugleichen. Zum Handelsschluss verfehlten die beiden Referenz-Ölsorten nur knapp den ursprünglichen Preis zum Tageseinstieg.

Saudi-Arabien, Russland und Iran werden weiterhin ungezügelt Öl aus dem Erdreich pumpen. Ein neuer Termin für einen weiteren Anlauf steht noch nicht fest. Es wird vom kommenden Juni „gemunkelt“.

Bevor ein erneutes Treffen der Ölförderländer überhaupt Sinn macht, müssen sich zuerst Saudi-Arabien und der Iran ein gutes Stück näher kommen. Aus derzeitiger Sicht ein sehr schwieriges Unterfangen. Saudi-Arabien steht unter massivem Druck aufgrund der „Monokultur Öl“ und den bereits kräftig angekratzten Haushaltsreserven und der Iran sieht nicht ein, warum so kurz nach der Entlassung aus den Sanktionen eine Drosselung des Ölexportes aus „freien Stücken“ vorgenommen werden sollte. Teheran zeigt sich im Gegenteil sehr motiviert, die Fördermengen zügig in die Höhe zu treiben. Es besteht „Nachholbedarf“.

Das Königshaus Saud stellte sich in Doha letztendlich quer, weil eben ein Vertreter des Irans nicht am Verhandlungstisch saß. Mal ganz von dem politischen und religiös motivierten Gezanke abgesehen.

So steht es um die Heizölpreise.


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