Öl- und Euro-Bewegungen: Heizölkunden stehen vor fast unveränderten Preisen

Heizölmarkt März 2015-


Am Mittwoch ändert sich für die Heizölkunden kaum etwas. Die Preisverminderungen an den Rohölmärkten sowie der nach wie vor abstürzende Euro heben sich zum Heizölpreis annähernd auf.

Euro gleitet bereits dem Bereich von 1,06 Dollar entgegen

Ölförderung
Saudi Arabien könnte das Blatt am Rohölmarkt wenden

Am Mittwoch stehen Heizölkunden in Deutschland, Österreich und in der Schweiz einem nur unwesentlich gesunkenen Preis gegenüber. Das Minus um rund 10 Cent, bzw. 10 Rappen ist lediglich die leichte „Asymmetrie“ zwischen gefallenen Rohölpreisen und dem nachteiligen Wechselkurs durch den weiter gefallenen Euro.

Die US-Ölsorte WTI fiel am Vortag auf 48,66 US-Dollar und die Nordsee-Ölsorte auf 56,99 Dollar pro Fass. In den ersten Stunden des Mittwochs legten beide Rohölsorten wieder etwas zu. Brent um 2 US-Cent und WTI um 1,87 Dollar.

Schnurstracks weiter abwärts geht es mit der europäischen Gemeinschaftswährung. Kaum knackte der Euro sein 12-Jahres-Tief, rutschte die Währung gegenüber dem Dollar auch schon weiter abwärts und notiert derzeit bei 1,0676 Dollar, Tendenz weiter fallend.

Während die Europäische Zentralbank (EZB) ihre am Montag begonnene massive Intervention im Anleihemarkt erst eine Zeit lang fortsetzen muss, bevor überhaupt eine gewagte Erfolgsaussicht getroffen werden kann, könnte das Vertrauen der Händler und Investoren in den Euro vorab endgültig verloren gehen.

Zur baldigen „Erleuchtung“ könnte dagegen das Saudische Königshaus gelangen. Der Ölpreis-Krieg mit dem zumindest nie offiziell erklärten Hauptgegner US-Schieferöl steuert offenbar auf ein baldiges Ende zu. Wenn in der letzten Zeit von der „sturen“ OPEC die Rede war, wurde ohnehin nur Saudi Arabien gemeint, denn andere Mitgliedsländer sind mit dem Kurs des unverminderten Ölausstoßes ganz und gar nicht einverstanden. Die Saudis benötigen selbst einen Ölpreis von rund 80 US-Dollar pro Fass, damit die Haushaltskalkulation aufgeht. Andere OPEC-Länder brauchen mindestens 100 Dollar. Das Königshaus wäre zwar aufgrund der großen Reserven durchaus in der Lage, die Durststrecke für eine ganze Weile durchzuhalten, aber der entstandene Schaden kann damit nicht repariert werden.

Eile wäre ohnehin angesagt. Große Öl-Abnehmer sind rar. Chinas Start ins Jahr 2015 war der schwächste Jahresauftakt seit sechs Jahren und die weltgrößte Wirtschaft, die USA, muss erst die veröffentlichten positiven Konjunktur- und Arbeitsmarktdaten auch „irgendwie“ in der Praxis unter Beweis stellen.

Die mittel- bis langfristigen Entwicklungen der Heizölpreise weisen ein dickes Plus auf. Tendenziell wächst der Druck auf steigende Ölpreise und die Tiefe des Euro-Absturzes ist noch gar nicht abzusehen.

Momentaufnahme der Rohöl- und Heizölpreise

Der Preis für die Rohölsorte Brent (Nordsee-Öl) stieg am Mittwoch bis rund 08:30 Uhr um 0,02 US-Dollar auf 57,01 Dollar pro Barrel (159 Liter) aan. Heizöl kostete am Mittwochvormittag 63,75 Euro pro 100 Liter und somit um -0,10 Euro, bzw. -0,10 Franken günstiger als zum Handelsschluss am Dienstag.

Entwicklung der Heizölpreise

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Bild: CC0 1.0 Universell – Quelle: heizoel24.de
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