Kaum Aussichten auf markant steigende Rohölpreise

Heizölmarkt November 2014-


So ruhig wie der Mittwoch begann, so rutschig wurde es auch im weiteren Tagesverlauf für den Heizölpreis. Am Ende kosteten hundert Liter Heizöl im Durchschnitt knapp 69,90 Euro.

Heizölpreise auf dem niedrigsten Stand seit vier Jahren

Ölförderung
Kräftige Überproduktion sorgt für weiteren Preisverfall

In Deutschland markierte der durchschnittliche Heizölpreis einen neuen Tiefstand der vergangenen vier Jahr. Deutlich weniger als 69 Cent kosteten 100 Liter Heizöl im bundesweiten Durchschnitt.

An den Rohölmärkten herrscht seit geraumer Zeit eine ungewohnte Situation, die in die komplett entgegen gesetzter Richtung zeigt wie eigentlich zu erwarten wäre. Das Säbel-Rasseln zwischen Nato und Moskau, die teils martialischen Aussagen des ukrainischen Präsidenten Poroschenko sowie die immer erneut aufflammender Krisenherde in Nahost hätten noch vor wenigen Jahren für Preis-Explosionen gesorgt.

Mitte 2014 flammten bei den Rohöl-Investoren Hoffnungsschimmer auf steigende Preise auf, doch es kam genau umgekehrt. Die Preise für Brent und WTI gaben bis heute um rund weitere 30 Prozent nach.

„Überfluss zum Überdruss“. Die USA fördern aufgrund ihrer eigenen Fracking-Methoden mehr Erdöl als sie eigentlich benötigen. Die Opec-Länder sitzen auf ihren Öl-Feldern und wissen nicht wohin mit ihren fossilen Energieträgern. Den USA wurde bereits ein „Sonder-Angebot“ zur verstärkten Abnahme unterbreitet und Washington lockerte bereits das seit der Ölkrise in den 70-er Jahren geltende Export-Verbot.

Die US-Konjunktur schwächelt, Europas Wirtschaft steht vor den weit geöffneten Toren zur Rezession, Japan schlitterte bereits in ein wiederholtes Negativ-Wachstum und China eilt den Erwartungen hinterher. Die Finanzmärkte gewöhnten sich längst an die geopolitischen Unruhe-Herde und der Glaube an die einst gebetsmühlenartige Botschaft, dass es nun langsam knapp werde mit dem Rohöl, hat sich längst in Rauch aufgelöst.

Die Opec-Länder schlossen sich einst zusammen, um die Vormachtstellung der USA und deren „Preis-Diktat“ zu brechen. Mit der großen Einigkeit der einzelnen Mitgliedsstaaten ist es allerdings auch passé. Statt Gemeinsamkeit stehen gegenseitige Kraftproben auf der Tagesordnung.

Es gibt derzeit kaum Gründe für einen markanten Preisanstieg beim Rohöl, dafür viele für einen weiteren Preisverfall.

Momentaufnahme der Rohöl- und Heizölpreise

Der Preis für die Rohölsorte Brent (Nordsee-Öl) fiel im Laufe des frühen Mittwochs auf 78,20 Dollar pro Barrel (159 Liter) ab. Gegenüber den Dienstag rutschte der durchschnittliche Heizölpreis bis Mittwochabend (Durchschnittspreis 68,89 Euro pro 100 Liter) um rund -80 Cent bzw. um -80 Rappen pro 100 Liter ab.

Entwicklung der Heizölpreise

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Ölpreisentwicklung 2014

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Bild: CC0 1.0 Universell – Quelle: heizoel24.de

/p

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