Heizölpreise werden vom unentschlossenen Marktumfeld getragen

Heizölmarkt Februar 2015-


In der Wochenmitte werden die Heizölpreise nach wie vor von einem unentschlossenen Marktfeld getragen. Wie Zaungäste warten die Marktteilnehmer mit Spannung ab, wie der international geführte Streit ums Öl wohl ausgehen mag.

Saudi Arabien vollzieht einen klaren Solokurs

Ölförderung
In den USA kommt zum Öl-Thema wieder Kanada ins Spiel

Weder die Rohölpreise, noch der Euro wissen so richtig wohin es eigentlich gehen soll. Nach den Rückgängen bei den Ölsorten Brent und WTI am Vortag, ziehen die Preise beider Ölsorten am Mittwoch wieder etwas an.

Der für Heizölkunden am anderen Preis-Hebelende sitzende Eurokurs holt gegenüber den US-Dollar wieder etwas auf. Unterm Strich kommen lediglich Preisabzüge um die 10 Cent pro 100 Liter Heizöl heraus.

Das Königshaus Saudi Arabien droht mit seinem Alleingang in der Ölpreis-Frage auf Isolationskurs zu geraten. Weitere Opec-Mitgliedsländer gehen langsam auf die Barrikaden, da der Niedrigpreis nicht so einfach abgefangen werden kann. Die Haushaltsreserven Nigerias und Venezuelas gehen zur Neige und beide Länder sind wirtschaftlich vom Öl-Export extrem abhängig. Venezuelas Wirtschaft besteht aus rund 90 Prozent Öl-Ausfuhren.

Der Iran rebelliert ebenfalls schon gegen die seit Sommer 2014 rund halbierten Ölpreise. Die Kalkulationen für das laufende Haushaltsjahr Irans geht von einem Ölpreis um die 100 Dollar pro Fass aus. Derzeit bewegt sich WTI bei gut 49 Dollar und Brent um die 59 Dollar.

In der Streitrunde um die USA-Kanada-Pipeline zwischen der US-Regierung und den wirtschaftlich „sehr Interessierten“ geht in eine neue Runde. US-Präsident legte mit Ansage gegen den Bau der Öl-Pipeline Keystone XL sein Veto ein. Es geht um nicht weniger als 1.900 km Rohr und die geplante Förderung von bis zu 830.000 Barrel pro Tag. Mit von der Streitpartie sind Themen zur US-Umweltpolitik und die blockierenden Umweltschützer.

Angesichts dieser globalen und nachhaltigen Auswüchse um die Öl-Frage, erscheint der vorerst beigelegte Schuldenstreit zwischen Athen und der Ex-Troika wie ein kleiner Zwischenfall.

Momentaufnahme der Rohöl- und Heizölpreise

Der Preis für die Rohölsorte Brent (Nordsee-Öl) stiegen bis Mittwochmittag auf 58,87 Dollar pro Barrel (159 Liter) an. Heizöl kostete am Mittwochvormittag 62,38 Euro pro 100 Liter und somit um rund -10 Cent, bzw. -10 Rappen weniger als zum Handelsschluss am Vortag.

Entwicklung der Heizölpreise

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Ölpreisentwicklung 2015

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Bild: CC0 1.0 Universell – Quelle: heizoel24.de

/p

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