Heizölpreise: Ruher Wochenstart aufgrund „eiernde“ Marktverhältnisse

Heizölmarkt März 2015-


Über das Wochenende kamen offensichtlich keine Ereignisse vor, die an signifikanten Änderungen am Heizölpreis abgelesen werden könnten. Die Rohölpreise „eiern“ wie gewohnt auf und ab, die Gemeinschaftswährung Euro versucht durch permanentes Schwung holen endlich wieder Tritt zu fassen.

Heizölpreise starten um rund 10 Cent günstiger in die neue Woche

Ölförderung
Rohölmärkte setzen ihre Hoffnung in die warme Jahreszeit

Die neue Woche beginnt für Heizölkunden unspektakulär. Gut 10 Cent weniger als noch zum Handelsschluss der vorherigen Woche kosten 100 Liter Heizöl. Das Zusammenspiel zwischen „zirkulierenden“ Preisen an den Rohölmärkten und die nach Energie suchende Währung Euro löschen sich annähernd gegenseitig aus.

Die Rohölsorten WTI und Brent hatten kein sichtlich keine Gelegenheit, sich über das Wochenende zu erholen. US-Öl WTI befindet sich seit dem Handelsstart am Montag im Rückwärtsgang und ließ bereits um knapp 1,7 Prozent nach. Um ca. 9:00 Uhr kostete 1 Fass WTI 45,68 US-Dollar. Nordsee-Öl Brent bewegt sich in die gleiche Richtung und verlor um knapp 1,2 Prozent (54,54 US-Dollar).

In den USA hinterließen die Öl-Tiefpreise bereits tiefe Spuren. Die Ironie: Der eigentliche Auslöser des Ölpreis-Streits zwischen den Staaten und den OPEC-Ländern, die Schieferöl-Förderung, hat es am ärgsten erwischt. Aufgrund mangels Rentabilität stehen in den USA immer mehr Schieferöl-Förderanlagen still. Die Kosten können nicht mehr gedeckt werden. Allerdings verfügen die US-Firmen noch über einige Anlagen, die u.a. aufgrund ihrer Flexibilität einen Ölpreis von rund 50 Dollar verkraften.

Zwar fuhren die USA neue Rekordwerte bei den Fördermengen ein, aber eine Drosselung des aus der Erde heraus gepumpten Öls ist bereits absehbar. Die Märkte sind vom US-Öl WTI weitaus mehr überschwemmt als von der Nordsee-Sorte Brent. Der Preisunterschied spiegelt die Marktsituation wider.

Ein Ausdruck der Verzweiflung könnte die Hoffnung der Marktteilnehmer auf die zweite Jahreshälfte sein. Ab dem Sommer beginnt in den USA die „gewohnte“ Hauptsaison für Ölnachfragen. Diese Rechnung geht allerdings nur auf, solange die „florierende Konjunktur“ auch wirklich existiert. Das Zögern der US-Notenbank Federal Reserve (Fed), die Nullzins-Politik endlich aufzugeben, lässt jedoch ganz andere Zustände in der US-Wirtschaft vermuten.

Der Euro zeigt Zähigkeit, mit Unterstützung des US-Dollars selbst. Der am Wochenende erreichte Bereich von gut 1,08 US-Dollar ist allerdings wieder nach unten hin verlassen worden. Derzeit notiert der Euro mit 1,0793 US-Dollar, tendenziell weiter fallend.

Momentaufnahme der Rohöl- und Heizölpreise

Der Preis für die Rohölsorte Brent (Nordsee-Öl) fiel am Montag bis 09:00 Uhr um -0,66 US-Dollar auf 54,54 Dollar pro Barrel (159 Liter) ab. Heizöl kostete am Montagvormittag 60,02 Euro pro 100 Liter und somit um -0,10 Euro, bzw. -0,10 Franken weniger als zum Handelsschluss am Freitag.

Entwicklung der Heizölpreise

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Bild: CC0 1.0 Universell – Quelle: heizoel24.de
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