Heizölpreise zum Start Mitte September 2015 in Abwärtsrichtung

Heizölmarkt September 2015-


Der Einstand in die neue Handelswoche zur Mitte September 2015 bringt den Heizölkunden um rund 70 Cent / 70 Rappen günstigere Heizölpreise. Nach den täglichen Umkehrungen der Preisentwicklung in der vergangenen Woche ist der Preisnachlass fast schon „logisch“.

Ölförderung

Aufhebung des US-Exportverbots in Sichtweite – Ölpreise purzeln

EU-Konjunktur war gestern – Fed-Protokoll wird folgen

In der vergangenen Woche wechselte die Entwicklung des Heizölpreises täglich seine Richtung. Am Freitag ging es final nach oben, somit „musste“ es am Montag nach unten gehen. Der Euro unterstützte die Heizölkunden sogar beim Vorteilszug durch die nachlassenden Ölpreise an den Weltmärkten.

Der seit 1975 besteht in den USA ein Exportverbot für Rohöl. Die Aufhebung dieses Gesetzes wurde bereits vor Monaten in Angriff genommen. Aufgrund des Frackings und der eher (real betrachtet) schleppenden Konjunktur schwimmen die USA im Öl. Nachdem in der vergangenen Woche der Gesetzesentwurf im US-Parlament abgesegnet wurde, steht in dieser Woche der Energieausschuss und im Anschluss das Repräsentantenhaus darüber entscheiden. Final geht der Entwurf zur Abstimmung an den Senat.

Öl im Überfluss sorgten für den bisherigen Preisabsturz und nun drängt ein weiterer Verkäufer an den Markt, um noch mehr Rohöl auf die nicht mehr ausreichenden Lager zu kippen. Der weitere Ölpreisverfall scheint vorprogrammiert. Die Investmentbank Goldman Sachs korrigierte ihre bisher vorgenommenen Einschätzungen und geht nun von „viel mehr überflüssiges Öl“ aus. Die nicht unumstrittene Großbank orakelt von einem möglichen Ölpreis in der Gegend von 20 US-Dollar.

Die einen Marktbeobachter möchten die „Goldman-Aussage“ als Kampfansage an die Opec-Länder verstehen, andere wiederum mögen bereits weitere Massenentlassungen oder gar Untergänge in der Ölbranche erkennen. Der nüchterne Beobachter betrachtet bei derartigen Aussagen jedenfalls den möglichen Nutzen für Goldman Sachs.

Die Opec-Mitgliedsländer kalkulierten im Schnitt mit einem Ölpreis von rund 60 Dollar pro Barrel (159 Liter), um der Haushaltsplanung gerecht werden zu können. Die Fracking-Unternehmen in den USA jammerten bereits bei einem Ölpreisstand um die 50 Dollar. Den noch gegenwärtigen Trumpf im Ärmel besitzen allerdings die USA mit der „unerschöpflichen“ Notenbank Federal Reserve (Fed) im Hintergrund, den nach wie vor am Ölmarkt dominierenden US-Dollar im Vordergrund und den weltweit verteilten Militärstützpunkten im Untergrund.

Die Rohöl- und Heizölpreise am 14. September 2015, 15:15 Uhr

Der Preis für die Rohölsorte Brent (Nordsee-Öl) fiel bis zum Montagachmittag um -0,80 US-Dollar auf 48,26 US-Dollar pro Fass (159 Liter) ab. Der durchschnittliche Heizölpreis betrug am Montag durchschnittlich 54,92 Euro pro 100 Liter und lag damit um gut -0,70 Euro, bzw. -0,70 Franken unter dem Preis zum Handelsschluss am Freitag.
Der Euro notierte bei 1,1305 US-Dollar.

Aktuelle und historische Entwicklung der Heizölpreise

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Ölpreisentwicklung 2015

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Bild: CC0 1.0 Universell – Quelle: Heizoel24.de

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