Heizölpreis in der Zange zwischen Iran-Potenzial und zerstrittenen Eurogruppe

Heizölmarkt Juli 2015-


Folgen der inzwischen völlig zerstrittenen Eurogruppe. Der Euro folgt den Rohölpreisen und bremst den theoretisch möglichen Preisnachlass für Heizöl am Dienstag kräftig aus. Aufgrund des nachlassenden Wechselkurses kommt es sogar zu einem Zuschlag von rund 20 Cent / 20 Rappen pro 100 Liter Heizöl. Die Rohölmärkte stürzen gleich zu Beginn des Handelstages weiter ab und die Gemeinschaftswährung fällt unter 1,10 Dollar ab. Die ungelösten Griechenland-Probleme lassen grüßen.

Ölförderung

Die nächsten Tage werden für Eurozone äußerst brenzlig. Heizölpreis in der Zange.

Iran-Potenzial gegen Rohöl – Griechenland-Problem gegen Euro

Der Auftakt in den Dienstag zeigt für den restlichen Tagesverlauf noch sehr viel Potenzial. Der Anfangsstand für den Heizölpreis ist lediglich eine Momentaufnahme, denn die Rohölmärkte ließen in den ersten Morgenstunden bereits kräftig nach. Der Euro folgt ebenfalls mit einem negativen Vorzeichen in die gleiche Richtung.

Das „Iran-Potenzial“ drückt auf die Gemüter der Markt-Teilnehmer. Im Land warten Unmengen an Rohöl, um nach einer langen Zeit der Sanktionen in die Welt gespült zu werden. Als wenn es nicht schon genug Öl gäbe, dürfte der Iran bald die Schleusen und Pipelines öffnen dürfen. Der Preis für Nordsee-Öl Brent bricht gleich zum Handelsbeginn um -1,17 US-Dollar pro Fass weg und das US-Öl WTI kostet um -1,09 Dollar weniger.

„Im Gegenzug“ rutschte der Euro unter 1,10 US-Dollar ab und damit sehr deutlich. Die von den Gläubigern gefundene „Lösung“, über Griechenland-Hilfen aus dem ESM zu debattieren, ist lediglich eine Finte für weiteren Zeitgewinn sowie die Erhöhung des ohnehin schon enorm hohen Drucks auf Athen. Viel Gerede um Nichts und in der Eurogruppe ist längst ein interner verbitterter Streit ausgebrochen. Statt „Union“ bilden sich Fronten“.

Bis zum Freitag dürfte der Heizölpreis noch deutliche Änderungen durchmachen.

Die Rohöl- und Heizölpreise am 14. Juli 2015, 13:45 Uhr

Der Preis für die Rohölsorte Brent (Nordsee-Öl) fiel in den ersten Morgenstunden des Dienstag um -1,17 US-Dollar auf 57,13 US-Dollar pro Fass (159 Liter) ab. Der durchschnittliche Heizölpreis beträgt am Montag 60,16 Euro pro 100 Liter und liegt damit um rund +0,20 Euro bzw. +0,20 Franken über dem Preis zum Handelsschluss vom Vortag.
Der Euro notierte bei 1,0979 US-Dollar.

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Bild: CC0 1.0 Universell – Quelle: Heizoel24.de

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