Heizölmärkte erneut im Zick-Zack-Modus auf etwas höherem Niveau

Heizölmarkt September 2015-


Am Heizölmarkt scheint sich derzeit die Zick-Zack-Bewegung im Vormonat auf einer nur geringfügig höheren Ebene fortzusetzen. Die wiederum gefallenen Erdölpreise zogen die durchschnittlichen Kosten für Heizöl am Dienstagmorgen um rund 90 Cent / 90 Rappen pro 100 Liter nach unten.

Ölförderung

Leichter Aufwärtstrend an den Ölmärkten in den ersten Stunden des Dienstags

US-Wirtschaft scheint lädierter zu sein als angenommen

Der Preis für Nordsee-Öl Brent fiel gestern noch bis unter 49 US-Dollar ab. US-Öl WTI landete im Bereich von knapp über 44 Dollar pro Barrel (159 Liter).

Für die Heizölkunden bedeutet der erneute Abrutsch bei den Ölpreisen den zweiten Preisnachlass in dieser Woche. Der Euro zog sogar etwas an, sprang über die Marke von 1,12 Dollar und gab dadurch etwas Unterstützung.

Die extrem niedrigen Ölpreise nötigten das „Öl-Lieferland“ Katar zu ungewöhnlichen Maßnahmen. Das auf Öl schwimmende Land gab Staatsanleihen aus, um den versickerten Strom von Kapital aus Erdölverkäufen auszugleichen. Katar kalkulierte für den „funktionierenden Haushalt“ mit einem anhaltend durchschnittlichen Erdölpreis von mind. 60 Dollar. Die Rechnung kann angesichts des Ölpreisverfalls nicht mehr aufgehen. An interessierte Abnehmer mangelte es allerdings nicht. Die herausgegebenen Katar-Anleihen waren vierfach überzeichnet.

Die New York Times entdeckte inzwischen die US-Autofahrer als teilhabende Schuldige für den Ölpreisverfall. Trotz der billigen Benzinpreise in einem Verhältnis von rund 57 Cent pro Liter in Deutschland, wird auf den US-Straßen weniger gefahren. Die Autofahrer gaben demnach am vergangenen Wochenende rund 1,9 Milliarden Dollar weniger für Benzin aus als noch am Wochenende zuvor. Stellt man die gefahrene Kilometer gegenüber, legt das den Schluss nahe, dass die US-Konjunktur womöglich nicht in dem Maße solide ist, wie es gerne von der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) beschrieben wird.

Heizölkunden können in der nächsten Zeit mit einem weiteren Auf und Ab rechnen. Nach wie vor fehlt jeglicher Hinweis auf „solide“ ansteigende Ölnotierungen.

Die Rohöl- und Heizölpreise am 08. September 2015, 08:15 Uhr

Der Preis für die Rohölsorte Brent (Nordsee-Öl) stieg in den ersten Morgenstunden des Dienstags um +0,09 US-Dollar auf 48,70 US-Dollar pro Fass (159 Liter) an. Der durchschnittliche Heizölpreis betrug zum Einstieg in den Dienstag rund 55,50 Euro pro 100 Liter und lag damit um rund -0,90 Euro, bzw. -0,90 Franken unter dem Preis zum Handelsschluss am Vortag.
Der Euro notierte bei 1,1205 US-Dollar.

Aktuelle und historische Entwicklung der Heizölpreise

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Ölpreisentwicklung 2015

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Bild: CC0 1.0 Universell – Quelle: Heizoel24.de

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