EZB Anleihekaufprogramm fördert Preisanstiege bei Heizöl

Heizölmarkt März 2015-


Die jüngsten Preisaufschläge bei Heizöl gehen eindeutig an die Adresse der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Rohölpreise wandern kaum von der Stelle, aber der Euro ging nach Draghis Botschaft kräftig in die Knie.

Das Anleihekaufprogramm wird schwer auf Eurokurs lasten

Ölförderung
Der Euro-Wechselkurs steuert auf die Parität zu

Nach der EZB-Ratssitzung am Donnerstag war es allen Marktteilnehmern klar. Mario Draghi, Chef der EZB, gab den Startschuss für die Anleiheankäufe ab dem kommenden Montag, den 09. März 2015 ab. Während der Markt für den Rohstoff Gold unbeirrt seine Wege zog, erlitt der Euro einen erneut akuten Schwächeanfall.

Mit dem Erreichen eines 11-Jahres-Tiefs dürfte die Talfahrt der Gemeinschaftswährung längst nicht beendet sein. Ein erster Hinweis auf noch tiefere Zonen war das kurzfristige Unterschreiten von 1,10 US-Dollar. Bis jetzt wirkte nur die Gewissheit auf den Euro ein, aber die ersten Milliarden für die Anleihekäufe müssen erst noch ihren Weg in die Finanzmärkte finden.

Das Vertrauen in die Gemeinschaftswährung schrumpft, und das angepeilte Gewicht von 1,14 Billionen Euro wird auf das Einheitsgeld unheimlichen Druck ausüben. Bis zur Parität mit dem US-Dollar besteht nur noch ein Spielraum von 10 Prozent. Das entspricht auch der kurz- bis mittelfristige Preisanstieg für Heizöl in Abhängigkeit zum Wechselkurs. Doch die Parität ist kein definiertes Limit, die Talfahrt könnte weit darüber hinaus gehen.

Die beiden Ölsorten Brent und WTI bewegten sich kaum von der Stelle. Nordsee-Öl Brent pendelt um die 61 US-Dollar pro Fass und die US-Sorte WTI zieht enge Kreise um die 50 US-Dollar.

Momentaufnahme der Rohöl- und Heizölpreise

Der Preis für die Rohölsorte Brent (Nordsee-Öl) stieg am Freitag bis rund 09:00 Uhr um 0,13 US-Dollar auf 61,21 Dollar pro Barrel (159 Liter) an. Heizöl kostete am Freitagvormittag 64,37 Euro pro 100 Liter und somit um rund +0,30 Euro, bzw. +0,30 Franken mehr als zum Handelsschluss am Donnerstag.

Entwicklung der Heizölpreise

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Bild: CC0 1.0 Universell – Quelle: heizoel24.de

/p

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