Druck auf US-Dollar sorgt noch für fallende Heizölpreise

Heizöl-Preisentwicklungen-


Die Rohstoffpreise sind derzeit ein Spielball zwischen den teils intransparenten Aussagen der US-Notenbank Fed und deren Interpretationen durch die Marktteilnehmer geworden. Die Konsequenzen im Finanzmarkt wirken sich unmittelbar auf die Rohöl- und somit auch auf die Heizölpreise in Europa aus.

Scheinbare Verlängerung von QE3 drückt den Heizölpreis

Heizölpreise
Ölpreise: Ellenlange Verkettung von Ereignissen

Die Märkte sind kurz davor bereits zu reagieren, wenn Fed-Chef Ben Bernanke auch nur den Zeigefinger hebt. Derzeit gilt die „Interpretation“ einer fortgesetzten Geldschwemme durch die Anleihekäufe der US-Notenbank (QE3). Devisenhändler quittierten diese Botschaft mit einem erhöhten Druck auf den US-Dollar. Der gegenüber stehende Euro gewann dadurch an Stärke zugunsten eines besseren Wechselkursverhältnisses. Das in Deutschland und Österreich gehandelte Heizöl tendiert zu geringeren Einheitspreisen.

Der merkliche Ölpreisrückgang binnen eines Tages resultierte jedoch Großteils aus dem hohen Verkaufsdruck am Ölmarkt nach dem Start der US-Börse. Der Tagesverlauf am Montag endete mit einem merklich gefallenen Ölpreis. Insbesondere der für Heizöl wichtige „Gasölpreis“ fiel noch am Montagnachmittag kräftig ab.

Eine Trendwende kündigt sich aber bereits an. Wenn Kurse an den Börsen fallen, steigen die Gewinnmitnahmen entsprechend an. Ein starkes Gegengewicht vermag allerdings der massive Abbau bei den Lagerbeständen für Rohöl aufzubringen. (Scheinbar) verknappte Bestände treiben die Kurse in der Regel wieder nach oben. Die Preise für die Rohölprodukte Benzin, Diesen und Heizöl folgen beinahe parallel. Derzeit könnte sich der Heizölpreis am Beginn einer Abwärtskorrektur befinden und für einige Tage zu günstigen Einkaufskonditionen führen. Der unter Druck stehende Dollar leistet dabei „Schützenhilfe“.

Bild: CC0 1.0 Universell – Quelle: heizoel24.de
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