Den Rohölpreisen fehlen der Halt und jeglicher Grund für einen Anstieg

Heizölmarkt November 2014-


Für die Rohölpreise fehlt offenbar der sichere Halt. Die Finanzmärkte stellten die Rampe für den Heizölkurs am Mittwoch etwas steiler, damit die Preise noch schneller als am Vortag abrutschen konnten. Dem Ölkurs ist schon vor Monaten der solide Boden abhanden gekommen und lediglich der beflügelte US-Dollar bremste die Talfahrt der Heizölpreise noch etwas aus.

Der Rohölmarkt scheint aus den Fugen geraten zu sein

Ölförderung
Die besonderen Marktumstände gelten auch für Rohöl

Die Rohölpreise fallen auch am Mittwoch kräftig nach unten und ziehen die Preise für Heizölkunden im Euroraum gleich mit. Die Marktbeobachter stehen mit offenem Mund an den Tickern und die, die etwas am Rohölpreis korrigieren könnten, verhalten sich wie passive Zaungäste und schauen zu.

Die Ölfördernden Länder der OPEC reagieren nicht durch Verknappungen bei den Produktions- bzw. Fördermengen. Es wird aus „der Erde gepumpt“ wie zuvor, den USA ein günstigerer Preis angeboten, und das, obwohl die Abnehmer aufgrund der globalen Konjunkturschwäche der Reihe nach einknicken. Die einflussreichen Institutionen wie der Internationale Währungsfonds (IWF), die Europäische Zentralbank (EZB) und auch die Bank für den Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) waren sich darin einig, dass die Prognosen zu den künftigen Wirtschaftsentwicklungen nach unten korrigiert werden mussten.

Lediglich die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) sieht Lichtblicke für die heimische Wirtschaft und „schwadronierte“ von Aufschwung. So steht die US-Wirtschaft in der Relation zur „restlichen Welt“ im Rampenlicht. Das Vertrauen und die Zuversicht in den US-Dollar stiegen kräftig und die Währung spielte auch ungeniert mit den wachsenden Muskeln. Ganz zum Leid des Euros und nicht zuletzt der Schaden für die Gold-Investoren.

Wie es „der Zufall so will“, entwickeln sich die Dinge an den Finanzmärkten in idealer Weise für die Stärkung des bereits sehr angeschlagenen und vor allem in Angriff genommenen Dollars. Die Währung eines Landes, das mit weit über 16 Billionen Dollar verschuldet ist.

Die aktuellen Tendenzen könnten durchaus nachhaltiger Natur sein, denn wirksame Gegenkräfte sind derzeit weit und breit Fehlanzeige. Für die Heizölkunden in Deutschland, Österreich und in der Schweiz eröffnen sich reale Chancen für ein „Jahres-Tief-Schnäppchen“.

Es gibt jedoch einen Haken. Deutlich fallende Energiepreise werden erneut die Inflationsrate in der Eurozone nach unten drücken. Derartige Entwicklungen verleiteten die EZB bereits zu den ersten „außergewöhnlichen Maßnahmen“ in ihrer Geldpolitik. Wie auch immer diese „neuartigen Finanzinstrumente“ ausgesehen haben, sie waren allesamt schädlich für den privaten Anleger und Sparer.

Momentaufnahme der Rohöl- und Heizölpreise

Der Preis für die Rohölsorte Brent (Nordsee-Öl) fiel im Laufe des Mittwochs auf 82,39 Dollar pro Barrel (159 Liter) ab. Gegenüber den Dienstag verbilligte sich der durchschnittliche Heizölpreis (durchschnittlicher Preis 72,47 Euro pro 100 Liter) um rund -90 Cent bzw. um -90 Rappen pro 100 Liter.

Entwicklung der Heizölpreise

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Ölpreisentwicklung 2014

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Bild: CC0 1.0 Universell – Quelle: heizoel24.de

/p

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