Am Heizölmarkt folgt nach SNB-Stürmen die Ruhe vor EZB-Unwetter

Heizölmarkt Januar 2015-


Am Heizölmarkt bestimmen wieder „normale“ Ölpreis- und Euro-Entwicklungen und nicht die von der Schweizer Notenbank (SNB) ausgelösten Stürme. Die Preisentwicklungen für Deutschland und Österreichs Heizölkunden gegenüber den Schweizer Verbrauchern driften allerdings immer noch auseinander. Nun warten die Märkte das nächste Unwetter ab, jedoch dieses Mal mit der EZB als Urheberin.

Auseinander driftende Heizölpreise zwischen Euro- und Franken-Land

Ölförderung
Größere Preisdifferenzen zwischen Euro und Franken

Nach einer gut dreijährigen annähernd parallelen Heizölpreisentwicklung im Euroland und im Schweizerland sorgte die SNB für künftig getrennte Wege. Von nun an muss der Euro-Absturz nicht mehr zwangsläufig den gleichen Abrutsch für den Franken darstellen und das macht sich in der ebenso unabhängigen Preisentwicklung für Heizöl bemerkbar.

Der Euro taumelt umher und ist angezählt. In dieser Woche, am 22.01., finden sich die Ratsmitglieder der Europäischen Zentralbank (EZB) zusammen, um vordergründig über das Anleihekaufprogramm OMT zu entscheiden. Ganz nach dem „QE-Vorbild“ der USA beabsichtigt die EZB den Drei-Schicht-Betrieb der Gelddruckmaschine, um den Euro-Ländern die Papiere abzunehmen. Bis zur Stunde „X“ dürften die Märkte überwiegend in gebannter Wartehaltung verharren, jedoch in Erwartung einer „überzeugenden Antwort“ von EZB-Chef Mario Draghi.

Unterdessen wanken auch wieder die Rohölpreise. Vor dem Wochenende standen die Zeichen auf Erholungskurs. Dieser Eindruck wird allerdings durch derzeit fallende Notierungen für WTI und Brent revidiert. Auch die Gemeinschaftswährung Euro zeigt am Montag eine unerwartete Richtung, nämlich nach oben, wenn auch nur im homöopathischen Umfang.

Die Preisveränderung am heutigen Montag ist weder für Heizölkunden aus Deutschland und Österreich, noch für die Schweizer Ölverbraucher besonders einschneidend. Für die Euroland Bewohner wurde es ein wenig teurer und die Eidgenossen können sich über gefallene Heizölpreise freuen. Derzeit bewegen sich Euro und Franken mit einem Verhältnis von 1 zu 1,0042 zueinander, also fast in Parität.

Momentaufnahme der Rohöl- und Heizölpreise

Der Preis für die Rohölsorte Brent (Nordsee-Öl) stieg im Laufe des Montags auf 49,50 Dollar pro Barrel (159 Liter) an. Heizöl kostete am Montagvormittag durchschnittlich 53,95 Euro pro 100 Liter und somit für Heizölkunden aus Deutschland und Österreich rund 20 Cent mehr als am vorherigen Handelstag. Für die Schweizer Heizölkunden verbilligte sich der Einheitspreis um rund 10 Rappen.

Entwicklung der Heizölpreise

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Ölpreisentwicklung 2015

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Bild: CC0 1.0 Universell – Quelle: heizoel24.de

/p

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