Abwärtsfahrt Heizölpreise nach 4. Advent-Wochenende unterbrochen

Heizölmarkt Dezember 2014-


Die Abwärtsfahrt der Heizölpreise ist nach dem 4. Advent-Wochenende unterbrochen worden. Während die Erdölpreise offenbar noch relativ unentschlossen über die Handelspodeste geisterten, wusste die Gemeinschaftswährung Euro ganz genau wo es hingehen soll. Direkt nach unten.

Heizölpreise werden derzeit vom Eurokurs dominiert

Ölförderung
Unsichere Heizölpreise: Der Teufel steckt im Detail

Das 4. Advent-Wochenende hinter sich gelassen und nun die Weihnachtsfeiertage als nächste Etappe im Blick. Die Heizölpreise haben Fuß gefasst und zogen nach einem ausgiebigen Abrutsch wieder etwas an. Der Montag präsentiert den Heizölkunden in Deutschland, Österreich und in der Schweiz einen Preiszuschlag von rund 1,- Euro / 1,- Franken pro 100 Liter.

Der von der Europäischen Zentralbank (EZB) mit „Vorsatz“ geschwächte Euro ließ gegenüber dem US-Dollar weiterhin nach. Ein Vorzeichen auf die noch kommenden Probleme im Jahr 2015? Aus derzeitiger Sicht kann der Heizölpreis eigentlich fast nur der Verlierer sein, es droht die Zwickmühle zwischen EZB-Geldpolitik und dem internationalen Rohölpreis.

Aufgrund der extrem gefallenen Preise im Energie-Sektor steht die EZB vor dem Dilemma ebenso extrem niedriger Inflationsraten. Selbst die von „Energie bereinigte“ Inflationsrate in der Eurozone sieht nicht wirklich viel besser aus. Die Ankündigungen des EZB-Chefs Mario Draghi haben es in sich und wie die geldpolitischen Maßnahmen im Detail auch immer aussehen mögen, die Geld-Druckmaschine für die Bilanzausweitung der EZB ist auf rund 1.000 Milliarden Euro (1 Billionen) eingestellt. Das kann für die Gemeinschaftswährung auch als gleichwertiger Ballast im Wechselkurs gegenüber dem US-Dollar angesehen werden.

Fallende Energiepreise dürften für die Euro-Notenbank ein starker Anreiz zur Ausweitung der massiven Geldschwemme sein und den Eurokurs noch weiter belasten. Angesichts der schleppenden Konjunktur werden steigende Ölpreise jedoch kaum mit einer Straffung der Geldpolitik quittiert werden. Exzessive Euro-Entwertung und sich erholende Rohölpreise sind das wahrscheinlichste Szenario im kommenden Jahr. Der Energie- bzw. Öl-Minister Saudi Arabiens rechnet bereits mit steigenden Kursen in absehbarer Zeit. Schwacher Euro und anziehende Ölpreise ziehen am gemeinsamen Strang für nach oben kletternde Heizölkosten.

Für Heizölkunden wären ideal ein starker Euro und ein stabiler Ölpreis auf etwas höherer Ebene. Das derzeitige Preisniveau bereitet noch zu vielen Förderern erhebliche Kopfschmerzen, da der Bereich der Rentabilität noch nicht erreicht wurde.

Momentaufnahme der Rohöl- und Heizölpreise

Der Preis für die Rohölsorte Brent (Nordsee-Öl) fiel nach einem angehobenen Stand im Laufe des Montagvormittags auf rund 60,84 Dollar pro Barrel (159 Liter) ab. Gegenüber den Preisen vom Freitag kletterte der durchschnittliche Heizölpreis (Durchschnittspreis 59,02 Euro pro 100 Liter) um rund +100 Cent bzw. um +100 Rappen pro 100 Liter nach oben.

Entwicklung der Heizölpreise

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Ölpreisentwicklung 2014

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Bild: CC0 1.0 Universell – Quelle: heizoel24.de

/p

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