Mittwoch, den 14. November 2018

Industrie: Bedarf Energieträger hat in 2017 nur wenig zugenommen

Konjunktur


Der Bedarf an Energieträgern bei der deutschen Industrie ist zwischen den Jahren 2016 und 2017 mit 0,1 Prozent nur marginal angestiegen. Größere Unterschiede sind jedoch mit dem Blick auf einzelne Sparten zu erkennen.

Gasflamme

Erdgas war für die Industrie auch 2017 der wichtigste Energieträger

Energiehunger der Chemischen Industrie ist gestiegen

Der innerhalb eines Jahres veränderte Verbrauch von Energieträgern eines Unternehmens könnte als ein Hinweis für die wirtschaftliche Entwicklung genommen werden. Weitere Maschinen, längere Arbeitszeiten oder der eine höhere Auslastung des vorhandenen Inventars würde fast zwangsläufig zu einem höheren Energieverbrauch führen. Allerdings spielt auch der Bedarf von Energieträgern für die Herstellung diverser Produkte eine große Rolle.

Augenscheinlich hat sich zwischen 2016 und 2017 insgesamt nicht sehr viel getan. Innerhalb dieses Zeitraumes ist der Energieverbrauch der deutschen Industrie gerade mal um 0,1 Prozent angestiegen, wie Destatis am Freitag meldete. Der größte Teil des Energiebedarfs lag mit einem Anteil von 87 Prozent in der Wärme- und Stromerzeugung. Die restlichen 13 Prozent Energiebedarf hatten die Industriesparten Kraftstoffproduktion, Kunststoff- und Düngemittelhersteller. Der Blick auf einen mehrjährigen Zeitraum zeigt jedoch einen signifikanten Mehrbedarf an Energieträgern von der Chemischen Industrie.

Die wichtigsten Energieträger waren in 2017:

  • Industrie Erdgas – 29 %
  • Strom – 21 %
  • Kohle – 17 %
  • Mineralöl und Mineralölprodukte – 17 %

Die größten Energieträger-Verbraucher waren die Chemische Industrie mit 29 Prozent, Metallerzeugung und Metallbearbeitung mit 23 Prozent und Mineralölverarbeitung sowie Kokerei mit 10 Prozent.

Die Metallbearbeitung und -erzeugung hatte mit einem Anteil von 25 Prozent den höchsten Bedarf an Energieträgern. Die Chemische Industrie verbrauchte 21 Prozent und die Mineralölverarbeitung sowie Kokerei zusammen 10 Prozent. Auf 36 Prozent kommt die Chemische Industrie, wenn Energieträger für den reinen Energiebedarf und für die Verwendung zur Herstellung chemischer Produkte zusammengenommen werden.

In den letzten neun Jahren ging der Bedarf an Energieträgern insgesamt zurück. Im Jahr 2017 lag der Verbrauch um 1,2 Prozent niedriger als im Jahr 2008. Die Chemische Industrie und die Nahrungs- sowie Futtermittelindustrie verbrauchten allerdings um 14,2 Prozent bzw. um 11,7 Prozent mehr. Rückläufig war der Energiebedarf im gleichen Zeitraum in der Sparte der Metallerzeugnisse (-1,6 %) und im Maschinenbau (-13 %).



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