USA nehmen größeren Marktanteil LNG Gas ein

Erdgas –


Die USA nehmen einen immer größeren Marktanteil des in die EU importierten Flüssig-Erdgases ein. Der Anstieg des eingeführten LNG betrug binnen weniger Monate satte 181 Prozent.

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Import von teures LNG ist offenbar rein politisch motiviert

EU behält sich Ausweitung der LNG-Importe vor

Die EU importiert immer mehr Flüssig-Erdgas (LNG-Gas) von den USA. Die EU-Kommission feiert den Anstieg als einen Erfolg aus den am 25. Juli 2018 zwischen Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker und US-Präsident Donald Trump geführten Verhandlungen. Als Ergebnis gab es die gemeinsame Erklärung, die strategische Zusammenarbeit zwischen der EU und den USA im Bereich der Energie zu erweitern. Am Freitag veröffentlichte die EU die aktuellen Zahlen zum Import von Flüssig-Erdgas und demnach stiegen die Einfuhren seit Juli 2018 um 181 Prozent an.

Der Anteil des aus den USA eingeführten LNG-Gases wird im Jahr 2019 voraussichtlich 12,6 Prozent betragen. Die EU-Kommission erklärt, dass auch größere Mengen Flüssig-Erdgas angefordert werden, sobald die Marktbedingungen „stimmen“ und die Preise wettbewerbsfähig seien. Offenbar präventiv fordert die Kommission die Lockerung der Beschränkungen für die gemäß der US-Vorschriften erforderlichen Export-Genehmigungen, um somit die LNG-Einfuhren aus den USA zu erleichtern.

Mit Stand Anfang März 2019 lag das Importvolumen von LNG aus den USA um 181 Prozent höher als im Juli 2018. Importiert wurden 7,9 Mrd. Kubikmeter Flüssig-Erdgas. Zum Zeitpunkt April 2016 nahm das LNG aus den USA einen Anteil von 2,3 Prozent der gesamten in die EU eingeführten Flüssig-Gasmengen ein. In den vergangenen sechs Monaten lag der Anteil bei 12 Prozent.

USA haben natürlich ein Problem mit Nordstream 2

Angesichts dieser steigenden Export-Volumen bzw. Vergrößerung der Marktanteile, ist es durchaus nachvollziehbar, dass die USA ein Problem mit der gerade im Bau befindlichen Nordstream 2 Pipeline haben und auch nicht davor zurückschreckten, die deutschen am Bau beteiligten Firmen mit Sanktionen zu drohen. Dies auch noch sehr „diplomatisch“ über den US-Botschafter in Berlin. Dazu kommt, dass Nordstream 2 Erdgas vom erklärten „Erzrivalen“ Russland transportieren wird.

Da LNG offenkundig deutlich teurer als „normales“ Erdgas ist, kann die Forderung der EU-Kommission nach höheren Liefermengen aus den USA nur als eine rein politische Entscheidung angesehen werden.




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