Gaspreisentwicklung: Nur moderate Kostenerhöhung bis 2013

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Die Gaspreise sind in den letzten 12 Monaten mit durchschnittlich plus 2% gegenüber den Stromkosten nur moderat angestiegen. Bevorratung und Beschaffungs-Strategien der Gasversorger sowie das Fehlen von Abgaben und Entgelten sind Gründe für das Ausbleiben einer Kostenexplosion.

Gaspreise entwickelten sich parallel zur Inflationsrate

Gaspreisentwicklung
Moderate Gaspreisentwicklung 2012 - 2013
Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

Wäre der Gaspreisanstieg innerhalb der letzten 12 Monate nicht im moderaten Umfang geblieben, so müsste von einer „Energiekostenexplosion“ gesprochen werden, so das Vergleichsportal Verivox.

Treibende Kraft für dennoch enorm angestiegene Energiekosten ist unübersehbar die Verteuerung der Stromenergie. Während die Großindustrie aufgrund der Befreiung vom Leitungsnutzungsentgelt ungeschoren davon kommt, müssen Haushalte dafür um so mehr in die Tasche greifen.

Demnach haben sich die Gaspreise um 2 Prozent erhöht, während die Stromkosten mit einem Anstieg um 12 Prozent einen buchstäblichen Sprung nach oben hinter sich brachten. Verivox hat für die verbraucherfreundliche Übersicht einen Index zur Gaspreisentwicklung eingerichtet. In diesem Index sind die Preise der örtlichen Grundversorger sowie die Gastarife der überregionalen Gansanbieter berücksichtigt.

Der Gaspreisindex zeigt für den Januar 2012 einen Preis von 1.290,- Euro für die Abnahme von 20.000 Kilowattstunden (kWh) Erdgas an. Im Januar 2013 weist der Index einen Preis von 1.312,- Euro für die gleiche Mengeneinheit aus. Das entspricht einer Gasverteuerung um rund 2 Prozent.

Im direkten Vergleich steht der Strompreisindex gegenüber. Der aktuelle Wert (Jan. 2013) zeigt einen durchschnittlichen Preis von 1.095,- Euro für 4.000 kWh Strom (27,37 Cent pro kWh). Noch ein Jahr zuvor lag der Wert bei gleicher Strom-Abnahme mit durchschnittlich 983,- Euro deutlich niedriger (24,57 Cent pro kWh). Ein Durchschnittshaushalt wird somit um rund 112 Euro pro Jahr höher belastet als noch 12 Monate zuvor. Innerhalb eines Jahres entspricht das einem Strompreisanstieg um 12 Prozent.

Dagmar Ginzel, Unternehmenssprecherin von Verivox führt die bisher „einmaligen Preiserhöhungen“ für Strom auf die gestiegenen Netzentgelte und Abgaben zurück. Innerhalb der letzten 10 Jahre wäre die Strompreiserhöhung jeweils im einstelligen Prozentbereich ausgefallen. Die moderaten Preisanhebungen für Erdgas lägen darin begründet, dass die Gasversorger über hohe Gasmengen verfügten und flexible Strategien zur Beschaffung verfolgten, so Ginzel.

Im Anbieterwechsel steckt viel Potenzial für Einsparungen
Der Wechsel zu einem günstigeren Anbieter für Strom bzw. Heizgas kann den Haushalten Einsparungen um durchschnittlich 400,- Euro (Strom) bzw. 450,- Euro (Gas) einbringen, rät Verivox. Das gilt insbesondere für die Verbraucher, die bisher noch nie den Anbieter wechselten und nach wie vor direkt vom Grundversorger beziehen.

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