Gas-Stopp für Europa: Versucht es Kiew mit Erpressung?

Ukraine-Krise-


Ein „genialer Schachzug“ oder vollkommen unüberlegtes Handeln? Die Ukraine droht mit Absperrung der für Europa bestimmten Gaslieferungen aus Russland. Moskau spricht von einem Erpressungsversuch seitens der Ukraine.

Erdgas Pipeline

Für Europa könnte der nächste Winter sehr, sehr kalt werden

Erdgas-Stopp: Erpressung aus purer Verzweiflung?

Kiew hat Brüssel vor den Kopf gestoßen und Moskau wird sich kaum ein Grinsen verkneifen können. Der Günstling der EU und den USA, der ukrainische Premier Arseni Jazenjuk, drohte mit dem Absperren der durch die Ukraine geführten Gas-Pipelines. Eine offenbar „hinkende“ Androhung von Sanktionen, jedoch den Gewehrlauf gegen die EU gerichtet.

Jazenjuk drohte im Rahmen von Sanktionsmaßnahmen gegen Moskau damit, sämtliche für Drittländer bestimmte Waren- und Produktlieferungen aus Russland zu blocken. Diese dürften nicht mehr durch die Ukraine transportiert werden. Das gelte auch für die Gaslieferungen aus Russland für Europa.

Mit dem Blick in die Vergangenheit hat sich Russland bzw. die vorherige Sowjetunion trotz des kalten Krieges als ein zuverlässiger Partner erwiesen. Wladimir Putin wies während den Streitigkeiten um die von Kiew nicht bezahlten Rechnungen darauf hin. Außerdem warnte Russlands Präsident davor, dass die Ukraine erneut für Europa bestimmtes Erdgas einfach abzweigen könne.

Nachdem Kiew nach mehrmaliger Aufforderung und wiederholtem Aufschub der Frist nicht bezahlte, erfolgte die Einstellung der Erdgaslieferungen an die Ukraine. Moskau hat eigentlich allen Grund, sich über diesen sehr merkwürdigen Vorstoß Kiews zu amüsieren.

Kiew scheint die EU mit Gas-Stopp erpressen zu wollen

Offenbar handelt es sich um einen Erpressungsversuch, so Igor Morosow, Mitglied des Auswärtigen Ausschusses des russischen Föderationsrates. „Kiew ist sich darüber im Klaren, dass es das Transitgas nicht ableiten darf, und greift nun zu diesem Trick“, so Morosow lt. RIA Novosti. Kiew befinde sich derzeit in einer „extrem komplizierten politischen und ökonomischen Lage. Dem Westen solle nun gezeigt werden, dass die Ukraine „dessen Brot nicht umsonst isst“. Die Botschaft Kiews lautete, sie unternehmen alles was der Westen forderte, auch die völlige Zerstörung der Wirtschaftsbeziehungen zu Russland. Deshalb gebt uns Geld, gebt uns Kredite und erlasst unsere Schulden.

Der Vizechef des Auswärtigen Ausschusses, Wladimir Dschabarow geklärte gegenüber RIA Novosti: „Ich hoffe, dass Jazenjuks westliche Partner und Regisseure ihm schnell klar machen, dass der Transit von russischem Gas für Europa selbst lebenswichtig ist“ und „Jazenjuks Erklärung ist eine offenkundige Dummheit. Denn das frierende Europa wird ganz eindeutig nicht in der Lage sein, der Ukraine zu helfen… Die Europäer sollten sich Gedanken darüber machen, ob es sich lohnt, im Schlepptau Washingtons zu folgen, wenn dies ihren nationalen Interessen zuwiderläuft“.

Kaum vorstellbar, dass dieser „bauernhafte“ Schachzug Kiews mit Brüssel abgesprochen wurde. Auf die Reaktionen kann man gespannt sein.

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