Gabriel warnt vor Panikmache in der Energiesicherheit

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In der Frage zur künftigen Energiepolitik befindet sich Vize-Kanzler und Energieminister Sigmar Gabriel nicht im Einklang mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Für die Energie-Lieferungen aus Russland gebe es keine vernünftigen Alternativen.

Altöl

Panikmache: Russland hielt auch in Zeiten des Eisernen Vorhangs stets seine Verträge ein

Gabriel warnte vor „Panikmache“ in der Energiefrage

Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel scheint in der Frage zur künftigen Energiepolitik nicht in Resonanz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu liegen. Während die sich Regierungschefin in der werbenden Umarmung Kanadas und den USA offenbar sehr wohl fühlt, scheinen beim Vize-Kanzler und Wirtschaftsminister Gabriel die rationellen Gesichtspunkte zu überwiegen.

Angesichts der zugespitzten Situation um die Ukraine wurden die Rufe nach mehr Unabhängigkeit von den russischen Erdgas- und Rohöl-Lieferungen laut. Die beiden nordamerikanischen Staaten USA und Kanada boten ihre Kapazitäten unlängst zur Lieferung in die Europäische Union an. Bundeskanzlerin Merkel zeigte sich von dieser „Selbstlosigkeit“ sichtlich angetan und erwog die modifizierte Betrachtung der deutschen Energiepolitik.

Zum Import von Erdgas aus Russland gebe es „keine vernünftige Alternative“, so Sigmar Gabriel zur Neuen Osnabrücker Zeitung (Donnerstag). Es dürfe im Umfeld der Krise zwischen Russland und dem Westen nicht zu einer „Panikmache“ kommen, denn „selbst in finsteren Zeiten des Kalten Krieges hat Russland seine Verträge eingehalten“, so der Vize-Kanzler.

In den Diskussionen über die deutsche Energieversorgung liege stets die Annahme zur Grundlage, dass es zu den Lieferungen aus Russland andere Möglichkeiten gebe. Dies sei aber nicht richtig. Selbst der Bezug von Erdgas über die nicht errichtete Pipeline „Nabucco“ aus Asien wäre keine ernst zu nehmende Maßnahme gewesen, um die Versorgungssicherheit zu erhöhen, so Gabriel.

Deutschlands Energiebedarf und Russlands Volkswirtschaft befinden sich in gegenseitiger Abhängigkeit. Die Krise dürfe nicht durch Unbesonnenheit verschärft werden, sondern müsse in der Frage um die Ukraine zu weiteren Gesprächen führen, betonte der SPD-Vorsitzende.

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