Energiekosten steigen weiter an – Strom auf Rekordhoch

Prinzip des Abschöpfens –


Die Beteuerungen der verantwortlichen Politik können noch so überzeugend wirken, das Gegenteil trifft eher zu. Die Energiekosten für Privathaushalte werden weiter ansteigen und nun steht auch noch die CO2-Steuer in Aussicht.

Energiekosten

Steigende Energiekosten belasten Arbeitnehmer-Haushalte ganz automatisch mehr

Das von der Politik unterstützte Prinzip ist klar

Die Energiekosten steigen immer weiter an. Für Privathaushalte betrifft dies insbesondere die Preise für Strom und Gas. Da der Endkunde stets das letzte Glied in der Kostenkette darstellt, können darauf Wetten abgeschlossen werden, dass auch die bereits in den Startlöchern befindliche CO2-Steuer (zusätzlich zur Ökosteuer) bei den Haushalten insgesamt zu Mehrbelastungen führen wird. So landen auch die Kosten der primär für die Unternehmen geltenden Zertifikate im Rahmen des Emissionshandels über mehr oder weniger verschlungenen Wegen beim Privathaushalt. Schließlich kann ein realer Wert letztendlich nur bei dem geholt werden, der diesen auch schöpft und dieser ist in aller Regel beim Arbeitnehmer zu finden. Der Politik scheint die Pflicht zu obliegen, dieses Prinzip aufrecht zu erhalten. Ein jüngeres Beispiel ist die Umwälzung der Kosten für den Anschluss der LNG-Terminals (Flüssiggas) an die bestehende Infrastruktur auf die Netzbetreiber. Diese leiten die Mehrkosten naturgemäß an den Endverbraucher weiter. Somit sollen die überwiegend von US-Unternehmen betriebenen Terminals finanziell entlastet werden.

Neue Rekordpreise für Strom & Gas werden folgen

Die Strompreise haben erneut ein Allzeithoch markiert, so das Vergleichsportal Verivox am 17. Juli 2019. Binnen eines Jahres ist der durchschnittliche Preis für Erdgas um 10 Prozent gestiegen. Eine Familie mit einem jährlichen Stromverbrauch von 4.000 kWh (Kilowattstunden) und einem Gasverbrauch von 20.000 kWh Gas muss aktuell durchschnittlich 2.417 Euro pro Jahr hinblättern.

Netzbetreiber verursachen rund ein Viertel der Kosten

An den Strom- und Gaskosten wird deutlich erkennbar, dass die Netzbetreiber einen erheblichen Anteil am Ausmaß der Energiekosten inne haben. Im Schnitt machen die Netzentgelte rund ein Viertel der Gesamtkosten aus. Allerdings sind diese je nach Region sehr unterschiedlich, so Verivox. Wer es besonders teuer haben will, muss demnach nach Bamberg ziehen. Die durchschnittlichen Jahreskosten für das o.g. Muster-Haushalt betragen dort 2.789 Euro und damit um 372 Euro mehr als im Bundesdurchschnitt. Am günstigsten ist mit 2.110 Euro pro Jahr die Stadt Lingen. Der Unterschied zu Bamberg beträgt dort satte 679 Euro. Als weitere teure Energie-Pflaster nennt Verivox die Städte bzw. Regionen Arnsberg, Kerpen, Bergheim, Recklinghausen, Gotha, Herzogenrath, Schwerte, Heidelberg und Pforzheim. Dort liegen die durchschnittlichen Kosten für Strom und Gas um mindestens 9 Prozent höher als der Durchschnitt des Bundesgebietes.

Einsparpotenzial bei Energiekosten ist dennoch riesig

Dennoch hat das Vergleichsportal auch eine gute Nachricht parat. Den in den teuersten Ecken betroffenen Haushalten ist es dennoch möglich, die jährlichen Energiekosten für Strom und Gas deutlich zu reduzieren. In sämtlichen „überteuerten“ Städten könne weit mehr eingespart werden, als die gegenüber dem Bundesdurchschnitt angehobene Differenz. So könne die Musterfamilie in Bamberg durch den Wechsel vom Grundversorger zu einem alternativen Anbieter bei Strom und Gas insg. 883 Euro pro Jahr einsparen. Den Haushalten in Gotha stehe der Weg offen, sogar 1.336 Euro pro Jahr einzusparen. Für Gaskunden stehen immerhin im Schnitt 118 Unternehmen und für Stromkunden 158 Unternehmen zur Auswahl.

Das Vergleichsportal rät aber auch, die Aufmerksamkeit auf die Vertragsbedingungen zu legen. Wichtig seien möglichst kurze Vertragslaufzeiten (max. 12 Monate), möglichst kurze Kündigungsfristen (max. 6 Wochen) und eine Garantie für stabile Preise mindestens über die Dauer der Erstvertragslaufzeit.

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