Energiekosten seit 2000 um über 60 Prozent gestiegen

Energiekosten –


Das Leben im Bundesgebiet entwickelt sich angesichts der bisher angestiegenen Energiekosten zu einem „teuren Spass“. Die stetige Geldentwertung durch die Inflation spielt dabei nur eine Nebenrolle.

Energiewende

Energiepreise sind bisher mit viel Energie in die Höhe geschossen

Heizölkunden hatten sogar noch „Glück im Unglück“

Die Preise für Energie sind in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen. Haushalte müssen vor allem für Strom wesentlich mehr ausgeben als noch Jahre zuvor. Lediglich Haushalte mit einer Ölheizung profitierten aufgrund der zwischenzeitlich in den Keller gefallenen Ölpreise von wesentlich moderateren Preisanstiegen bzw. sogar von Preisrückgängen. Allerdings schiebt die Bundespolitik diesem Vorteil einen Riegel vor. Im Rahmen der Energiewende und dem „Klimaschutz“ ist ab dem Jahr 2026 der Einbau von Ölheizung in Neubauten verboten. Vorhandene Ölheizungen können zwar weiterbetrieben werden, sollten diese aber das 30. Lebensjahr überschritten haben, so wird mit den entsprechenden Kosten eine Neuanlage fällig.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) veröffentlichte die Aufstellung der durchschnittlichen Energiekosten für Musterhaushalt mit 4 Personen im Jahr 2019 und setzte damit die Reihe der erfassten Energiekostenentwicklung in den vergangenen Jahren fort. Die Preisentwicklungen können „sich sehen lassen“. Zwar setzt vzbv das Jahr 2007 als Referenzjahr an, zeigt aber auch die durchschnittlichen Kosten im Jahr 2000 auf.

So musste ein 4-Personen-Haushalt im Jahr 2000 rund 597 Euro (bei 4.000 kWh) für Strom bezahlen. Im Jahr 2019 waren dagegen rund 1.218 Euro fällig. Der Einheitespreis von 0,150 Euro pro kWh stieg in diesem Zeitraum auf 0,305 Euro an, also mehr als das Doppelte.

Der Einheitspreis für Erdgas lag im Jahr 2000 bei durchschnittlich 0,0379 Euro/kWh. Im Jahr 2019 kostete die Einheit im Schnitt 0,0617 Euro/kWh. Ein Preisanstieg um rund 63 Prozent, welcher die Jahreskosten von 758,00 Euro im Jahr 2000 auf zuletzt 1.234 Euro hochschnellen ließ (bei 20.000 kWh/Jahr).

Haushalte, die im Jahr 2000 2.400 Liter Heizöl verbrauchten, zahlten damals im Schnitt 980,00 Euro bzw. 40,82 Euro/100 Liter. Die Heizölkosten betrugen im Jahr 2019 durchschnittlich 67,29 Euro/100 Liter und somit 1.615 Euro pro Jahr. Trotz der (relativ) abgerutschten Ölpreise immerhin noch ein Anstieg um rund 64 Prozent.

Autofahrer konnten im Jahr 2000 noch für durchschnittlich 1,02 Euro/Liter Super tanken. Bei 1.120 Liter Verbrauch pro Jahr lagen die Gesamtkosten bei 1.140,00 Euro. Im Jahr 2019 kostet der Liter Super im Schnitt 1,43 Euro und bei gleicher Jahresmenge waren damit 1.604 Euro fällig. Ein Anstieg um rund 41 Prozent.

Unterm Strich stiegen die Energiekosten für ein 4-Personen-Haushalt zwischen den Jahren 2000 und 2019 um gut 67 Prozent an. Die Inflationsrate über die Jahre hinweg betrug insgesamt gut 33 Prozent, bzw. der Kaufkraftverlust rund 25 Prozent. Somit wurden die Energiekosten anteilig um mehr als ein Drittel „anderweitig“ in die Höhe getrieben.

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