Energiehunger der Privathaushalte wird immer größer

Energieverbrauch-


Die deutschen Haushalte verbrauchten im Jahr 2017 insgesamt mehr Energie als ein Jahr zuvor. Den größten Anteil des Energiehungers nahm das Aufheizen von Wohnraum ein.

Anstieg der Bevölkerungszahl ist größter Faktor

Energiewende
Stetig steigender Energiehunger der Haushalte

Der Energiehunger der Haushalte im Bundesgebiet wird immer größer. Im vergangenen Jahr verbrauchten die Privathaushalte im Schnitt um 1,5 Prozent mehr Energie als im Jahr zuvor, so die Statistikeinrichtung Destatis am Donnerstag. Zu den Energiequellen zählen u.a. Strom, Öl, Gas und Kraftstoffe. Demnach beanspruchten die Haushalte im Jahr 2017 für Elektrogeräte, Beleuchtung, Raumwärme und Warmwasser (ohne Kraftstoffe) rund 679 Milliarden Kilowattstunden (kWh). Der jährlich beständig ansteigende Energiehunger der Privathaushalte setzte nach einem vorangegangenen rund 14-jährigen Rückgang im Jahr 2014 ein.

Rückläufig war im vergangenen Jahr der Energiebezug aus Biomasse (z.B. Pellets und Holz). Dieser Anteil schrumpfte gegenüber dem Vorjahr um 3,5 Prozent. Einen markanten Anstieg gab es jedoch mit 5,7 Prozent beim Gasverbrauch (rund 281 Mrd. kWh). Der Mineralölverbrauch ging um 3,6 Prozent zurück.

Die Sparte Solarthermie sowie Geothermie bzw. Umweltwärme wurde im Jahr 2017 um 7,1 Prozent mehr beansprucht. Die Nutzung der sog. erneuerbaren Energie stieg im Zeitraum 2010 bis 2017 um 16,7 Prozent an. Inzwischen nimmt die „Öko-Energie“ bei den Privathaushalten einen Anteil von rund 13 Prozent ein. Die genutzte Energie aus Strom sank seit dem Jahr 2010 um 7,6 Prozent und die aus Mineralöl um 13,3 Prozent. Gleichzeitig stieg jedoch die genutzte Energie aus Gas um 10,6 Prozent und die aus Fernwärme um 14,3 Prozent an. Mit Abstand am meisten (ca. 70 %) nahm der Zweck des Energieverbrauchs das Aufheizen von Wohnraum ein.

Im gemessenen Zeitraum ist zwar der Energieverbrauch pro bewohntem Quadratmeter gesunken, aber aufgrund des Anstiegs der Bevölkerungszahl (3 %) stieg der absolute Heizenergieverbrauch um 2,1 Prozent an.


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