Mittwoch, den 14. November 2018

Der SPD schwebt eine klimafreundliche CO2-Steuer vor

CO2-Hysterie


Der Handel mit Emissions-Zertifikaten ist wohl nicht mehr genug. Nun soll auch eine CO2-Steuer her. Den Menschen muss schließlich ein „klimafreundliches Verhalten“ anerzogen werden. Es geht jedoch ausschließlich um den erweiterten Griff in die Taschen der Steuerzahler.

E-Auto

CO2-Bilanz E-Autos: Der Stand der Dinge für umweltfreundliche Mobilität?

Die SPD-Umweltministerin will effiziente Technologie fördern

Der SPD schwebt offenbar die Einführung einer CO2-Steuer vor. Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) sprach sich bereits dafür aus den Ausstoß von CO2 teurer zu gestalten. Für die Zukunft müssen „die richtigen ökonomischen Anreize“ gesetzt werden. Klimafreundliches Verhalten müsse sich auch wirtschaftlich rechnen, so Schulze auf einem Kongress der Bergbaugewerkschaft IG BCE in Berlin, wie Handelsblatt berichtete. Kohlendioxid müsse einen Preis erhalten, selbst wenn es Teile der Groko nicht wollten.

Mit einem CO2-Preis würden die gewünschten Preisanreize geschaffen, damit sich die effiziente Technologie wie Elektroautos und Wärmepumpen durchsetzen können, so die Argumente der SPD-Politikerin.

Von derartigen Plänen hält Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) nichts. Eine Abgabe für CO2 sei unnötig, da die Klimaziele bis 2030 auch so erreicht werden, so Klöckner zur BILD.

CO2: Ein Instrument für noch mehr Abgaben

Das Argument von umweltfreundlichen Elektroautos hinkt, und zwar gewaltig. Die Umweltministerin geht offenbar davon aus, dass Elektrofahrzeug einfach so vom Himmel fallen. Eine kürzlich vom Umweltministerium Schwedens durchgeführte Studie fand heraus, dass Elektro-Autos über mehrere Jahre über die Straßen bewegt werden müssen, damit sich die Öko-Bilanz überhaupt rechnet. So müsse das Model S von Tesla mindestens acht Jahre gefahren werden.

Herkömmliche Autos brauchen fossile Brennstoffe und Elektroautos brauchen Akkus. Große Akkus. Das sollte eigentlich auch der SPD-Politikerin einleuchten. Das Umweltminiserium Schwedens untersuchte auch den Herstellungsprozess der für Elektrofahrzeuge eingesetzten Lithium-Ionen-Akkus. Demnach entstehen bei der Herstellung dieser Akkus für jede Kilowattstunde Speicherkapazität ca. 150 bis 200 Kilogramm CO2-Äquivalente. Ein Tesla Model S brauche somit vergleichsweise rund 17.500 kg Kohlendioxid. Der Pro-Kopf-Ausstoß von CO2 im Bundesgebiet beträgt pro Jahr rund 10.000 kg.

Die acht Jahre Betriebszeit für eine ausgeglichene Öko-Bilanz dieses Elektroautos stützt sich auf die notwendige Betriebszeit eines vergleichbaren Fahrzeuges mit Verbrennungsmotor, um auf die gleiche Bilanz zu kommen. Dies bezieht sich jedoch nur auf die Lithium-Ionen-Akkus. Noch nicht eingerechnet sind die CO2-Anteile für den laufenden Betrieb, sprich Stromverbrauch und Wiederaufladung. Der Strom fällt schließlich auch nicht vom Himmel.

Die CO2-Hysterie nimmt langsam bizarre Züge an und wird u.a. von der SPD getragen sowie gefördert. CO2-Zertifikate waren bereits eine „glänzende Geschäftsidee“. Betreffen diese vordergründig institutionelle Marktteilnehmer und mittelbar durch Umlagen auch die Konsumenten. Mit der Schaffung einer CO2-Steuer könnten die Menschen unmittelbar ausgenommen werden, über Benzin, Diesel, Teelichter, Kohlegrills und Feuerzeuge. Der Fantasie wären keine Grenzen gesetzt. Damit der Widerwille der Menschen sinkt, suggeriert man ihnen per „klimafreundliches Verhalten“ vorsorglich ein Schuldkomplex.

Die vermeintliche Abwehr der SPD-Träume durch die CDU ist lediglich ein Teil der groß angelegten Show. Im Interesse der „Wirtschaft“ fanden die gegenseitigen Komplementär-Parteien schon immer eine gemeinsame Linie. Mehrwertssteueranhebung von 16 auf 19%, um nur ein Beispiel zu nennen.



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