Konsumentenkredite und Online-Abschlüsse wieder im Aufwind

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In die europäischen Kreditmärkte kam im Jahr 2015 nach einer längeren Durststrecke wieder Leben auf, zumindest im Sektor Konsumentenkredite. Die europäischen privaten Kreditnehmer nahmen Summen von insg. 1,12 Billionen Euro auf. In der Bundesrepublik stieg die Gesamtsumme der Privatkredite auf 225 Milliarden Euro an. Gleichzeitig kletterte der Anteil der Online-Kredite um rund 20 Prozent nach oben.

Deutsche privaten Kreditnehmer stehen auf Platz 2

Finanzen
Seit 2015 wieder belebter Konsumentenkreditmarkt

Was der Europäischen Zentralbank (EZB) beim selbst erklärten Ziel, die Banken zu mehr Kreditvergaben an Unternehmen zu bewegen, nicht so recht gelingen mag, erledigen die privaten Konsumenten so ganz nebenbei. Im Jahr 2015 stiegen Anzahl und Gesamtsumme der vergebenen Konsumentenkredite an europäische Privatkunden wieder an. Bis zum Ende des vergangenen Jahres nahmen die europäischen Konsumenten Kredite in Höhe von 1,124 Billionen Euro in Anspruch. Ein erster Anstieg seit 2008. Gegenüber dem Vorjahr betrug das Plus 3 Prozent. In der Bundesrepublik stieg der Gesamtbetrag der aufgenommenen Konsumentenkredite auf 225 Milliarden Euro an, ein Plus um 1 Prozent. Das sind Ergebnisse der Studie „Consumer Credit Market in Europe“ der französischen Crédit Agricole Consumer Finance (CA CF) Gruppe, zu der die CreditPlus Bank AG gehört. Die Studie wurde in 28 europäischen Ländern durchgeführt.

Nach einigen rückläufigen Jahren markierte das Jahr 2015 einen Wendepunkt für Konsumentenkredite. Erstmals finanzierten die Konsumenten wieder höhere Ausgaben für Güter über Kredite. Als Gründe nennt Crédit Agricole eine geringere Arbeitslosigkeit, eine verbesserte Wirtschaftslage, verbesserte Jobperspektiven und höhere Löhne. In zahlreichen Ländern sei das Vertrauen der Menschen in die Zukunft wieder angestiegen. Das resultiere in einen höheren privaten Konsum.

Das größte Minus bei Konsumentenkrediten gab es im Jahr 2011 mit einem Rückgang von 3,5 Prozent. Die nun eingetretene Erholung habe sich schon in den folgenden drei Jahren angedeutet. „Der Blick auf das Jahr 2015 zeigt uns erneut, dass der Markt für Konsumkredite mit der realwirtschaftlichen Entwicklung in enger Wechselbeziehung steht“, so Jan W. Wagner, Vorstandsvorsitzender der CreditPlus Bank. Anhand der gestiegenen Nachfrage nach Konsumentenkredite könne man von einer guten Stimmung bei den Verbrauchern ausgehen.

Bundesrepublik zählt zu den Top-Kreditmärkten

Mit der Kreditaufnahme von 225 Milliarden Euro im vergangenen Jahr lag die Bundesrepublik im Vergleich zu 28 untersuchten Ländern auf Platz 2. Der mit Abstand größte Konsumentenkredit-Markt ist Großbritannien. Der Anstieg der jährlich aufgenommenen Kreditsummen begann bereits im Jahr 2012 und erreichte Ende 2015 eine Gesamtsumme von 329 Milliarden Euro. Ein Plus von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Niveau von 2008 ist dabei überschritten worden. Der drittgrößte Kreditmarkt ist Frankreich mit einer von Konsumenten aufgenommenen Kreditsumme von 153 Milliarden Euro. Danach steht Italien mit 106 Milliarden Euro auf Platz 4, gefolgt von Spanien (67 Mrd. Euro).

In neun Ländern sind die Kreditvolumen gesunken, dazu gehören Griechenland (-3%), Irland (-2%), Österreich (-4%) und die Niederlande (-7%). Am stärksten ist die Nachfrage in Ungarn (-17%) zurückgegangen.

Trend im Kreditmarkt: Anstieg der Online-Abschlüsse

Während der Zuwachs des Kreditvolumens im deutschen Markt mit ein Prozent noch relativ verhalten ausfiel, zeigte sich dennoch ein klarer Trend, der einem Umbruch gleich kommt. Der Bereich Vertriebskanäle bewegt sich klar in Richtung Online-Abschlüsse. Die über das Internet abgeschlossenen Konsumentenkredite stiegen im Jahr 2015 um 20 Prozent an.

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