Kreditkarteneinsatz im EU-Ausland: Kostenfalle wenn nicht Eurozone

Kreditkarten im EU-Ausland-


Der Einsatz der Kreditkarte am Bankautomaten im EU-Ausland ist kaum unterschiedlich zur Verwendung am bevorzugten „Bankomaten“ zu Hause. Vorsicht ist jedoch geboten, wenn das EU-Land kein Mitglied der Eurozone ist. Die Sofortumrechnung in die Landeswährung könnte sich als eine sehr teure Angelegenheit herausstellen.

Kreditkarten

Unproblematischer Kreditkarten-Einsatz im EU-Ausland nur unter Vorbehalt

Sofortumrechnung Euro-Landeswährung als „Service“

Für Bankkunden bietet die Europäische Union Freiheit und Flexibilität für den Einsatz der Kreditkarte am Bankautomaten. Innerhalb den Mitgliedsstaaten der EU kann die Plastikkarte zum Abheben von Bargeld ohne Probleme eingesetzt werden. Doch das gilt nur eingeschränkt wenn sich das besuchte EU-Land nicht innerhalb der Währungsgemeinschaft befindet.

Die Europäische Union und die Eurozone sind „zwei Paar Stiefel“. Der EU gehören 28 Länder an, der Eurozone jedoch nur 18 Staaten. Damit bleiben 10 Länder, in denen die Kreditkarte zwar ohne Probleme für Bargeldabhebungen an Bankautomaten verwendet werden kann, aber es erfolgt ggfs. eine Umrechnung zwischen dem Euro und der betreffenden Landeswährung, aber hier könnte es für den Feriengast im Lande teuer werden, so der warnende Hinweis der Postbank.

Urlauber sollten deshalb vorsichtig sein, wenn am Geldautomaten in eine fremde Währung abgehoben werden soll. In zahlreichen EU-Ländern, die nicht zur Euro-Zone gehören, finden Urlauber Geldautomaten vor, die mit der unmittelbaren Umrechnung der Landeswährung in den Euro einen besonderen Service anbieten wollen. Ein verlockendes Angebot, das im Bedienungs-Menü vom Geldautomaten nicht nur besonders hervorgehoben wird, sondern auch teuer werden kann.

„Die Automaten-Anzeige auf dem Bildschirm ist bei diesen Automaten so gestaltet, dass Kunden intuitiv einen Button für die Sofortumrechnung in Eurodrücken. Das kann aber teuer werden – vor allem aus Polen, Tschechien und Großbritannien sind uns solche Fälle bekannt“, so die Warnung von Silke Haack, von der Postbank.

Teurer Kreditkarteneinsatz: Devisenkurs plus Kursaufschlag

In der Regel zählte bei der Umrechnung zwischen der Fremdwährung und dem Euro nicht nur der aktuelle Devisenkurs, sondern es komme noch ein Kursaufschlag vom Betreiber des Geldautomaten hinzu. Der gewünschte Geldbetrag werde zwar in der Landeswährung ausgezahlt, aber auf der Kontoabrechnung findet sich ein wesentlich höherer Eurobetrag wieder. Der abgerechnete Betrag erscheint oft als sehr intransparent, da lediglich der Eurobetrag erkenntlich ist, aber kein tatsächlich verwendeter Umrechnungskurs, so Silke Haack. „Der Verlust kann für Reisende dabei bis zu zehn Prozent gegenüber einer Abhebung ohne Euro-Umrechnung betragen.“

Reisende sollten daher im Ausland die Hinweise und Anzeigen am Bankautomaten stets gründlich lesen. Es sei davon auszugehen, dass die Ablehnung der Sofortumrechnung in den meisten Fällen die günstigere Lösung ist, so die Postbank-Expertin.



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