Kreditaufnahme der Firmen steigt an – Grund ist nicht klar

Buchgeld-Kredite –


Die deutschen Firmen nehmen seit dem Jahr 2014 jährlich immer mehr Kredite auf. Der Anstieg des Kreditvolumens kann allerdings nicht eindeutig auf den zwischenzeitlichen Konjunkturaufschwung zurückgeführt werden. Die Bundesbank hat Probleme, das Phänomen eindeutig zu erklären.

Kreditnachfrage nur bedingt an Konjunkturaufschwung gekoppelt
Geldschöpfungs- und Zinssystem wie immer nicht „erwähnenswert“

Kreditvolumen

Das Kreditvolumen der Unternehmen steigt „rätselhaft“ an

Kreditnachfrage nur bedingt an Konjunkturaufschwung gekoppelt

Niedrigzinsen sollen u.a. aufgrund des „billigen Geldes“ die Wirtschaft beflügeln, indem Unternehmen mehr Kredite aufnehmen und die Investitionen ankurbeln. Auf Seiten der Kreditaufnahmen hat sich in den vergangenen Jahren einiges getan. Das Volumen der Unternehmenskredite (Buchkredite deutscher Banken an nicht-finanzielle Unternehmen im Bundesgebiet) ist lt. Deutscher Bundesbank in den Jahr 2014 bis 2019 kräftig angestiegen. Einen vorläufigen Tiefpunkt erreichte der Anstieg der Kreditvolumen nur ein Jahr zuvor mit einem Plus um 2,5 Prozent. Ab 2014 ging es mit den Anstiegen deutlich aufwärts und markierte im Jahr 2018 einen vorläufigen Höhepunkt von 5,9 Prozent. Dieses hohe Niveau ist lt. Bundesbank trotz konjunktureller Abkühlung beibehalten worden.

Zu den Antrieben der hohen Dynamik nennt die Bundesbank vor allem das Niedrigzinsumfeld. Seit 2014 ist die Nachfrage nach Krediten anhaltend angestiegen. Der Trend ging demnach in die Aufnahme langfristiger Kredite, um sich so das niedrige Kreditzinsumfeld zu sichern. Ein wesentliches Motiv für die Kreditaufnahme seien nach Befragung der Banken Anlageninvestitionen der Unternehmen, wobei diese These angesichts der Daten der „tatsächlich getätigten privaten Bruttoanlageninvestitionen jedoch nur in Teilen gestützt“ werde. Zu Beginn zogen die Steigerungen in der Kreditnachfragen für Bruttoanlageinvestitionen mit dem Konjunkturaufschwung gleich, aber der weitere Verlauf fiel gegenüber dem Aufschwung eher verhalten aus.

Unterm Strich lasse sich das seit 2014 kräftig gestiegen Volumen von Unternehmenskredite nur zum Teil durch die anhaltende Konjunkturerholung und den gesunken Kreditkosten erklären. Eine weitere antreibende Rolle spielten zudem die Geldpolitischen Sondermaßnahmen des Eurosystems.

Geldschöpfungs- und Zinssystem wie immer nicht „erwähnenswert“

Ebenso unterm Strich kann resümiert werden, dass die Unternehmen im Bundesgebiet, ebenso wie z.B. in den USA, von einer immer größeren Schuldenlast ge- bzw. erdrückt werden. Ein großer Teil der verschuldeten Unternehmen müsste sofort die Pforten schließen, sollten die Zinswerte dem Stand von vor der „Finanzkrise“ auch nur in die Nähe kommen. Höhere Zinslasten trieben ein Gros der (überschuldeten) Unternehmen in die sofortige Insolvenz. Die Verbindlichkeiten der US-Unternehmen sind bereits auf über das Dreifache angestiegen wie im Jahr 2008.

So massiv kann die Konjunktur gar nicht ansteigen, um die gesamte Schuldenlast auch nur zu einem Bruchteil zu verringern. Dies ist faktisch nicht möglich, da für die Buchkredite der Banken Zinsen verlangt werden, die ebenfalls nur über einen weiteren Buchkredit „geschöpft“ werden können. Eine Anhebung der Zinsen würde den Anstieg der Schuldenlast schneller antreiben, ein Absenken der Zinsen würde dies lediglich verlangsamen. So klingt es auch völlig logisch, dass der gesamte Schuldenstand auf diesem Erdball lt. dem Institute of International Finance (IIF) Ende 2019 auf über 251 Billionen Dollar angestiegen ist. Einbezogen sind sämtliche öffentliche Schulden, Unternehmensschulden und die Schulden der privaten Haushalte. Private Unternehmen außerhalb des Finanzsektors steckten Ende 2019 mit rund 75 Billionen Dollar in der Kreide. Rechnerisch ist ein jeder Erdenbewohner (7,7 Mrd.) mit rund 32.500 Dollar verschuldet.

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