Prämienzahlung für E-Autos – Deal für Privilegierte?

Subventionen-


Die Prämienzahlung für E-Autos kostet dem Steuerzahler 900 Millionen Euro. Zwei Drittel fließen als Förderung für den Kauf und ein Drittel für den Bau von Ladestationen. Kritiker bezeichnen den Deal zwischen Bund und Autoindustrie als eine Subvention der Privilegierten.

1,2 Milliarden Euro Prämie für Elektroautos

Ladestation
E-Auto Förderung nur für Privilegierte?

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat die von der Bundesregierung bereitgestellte Milliarden-Summe für die Förderung von E-Autos konkretisiert. Der Bund will demnach 600 Millionen Euro aus Steuermitteln als Prämie für den Kauf eines E-Autos vergeben und 300 Millionen für den Bau von Ladestationen, wie Deutschlandfunk (Mittwoch) berichtete.

Insgesamt fließen den Käufern von E-Autos 1,2 Milliarden Euro zu. Die andere Hälfte steuern die Autohersteller bei.

Reine Elektrofahrzeuge erhalten eine Förderung in Höhe von 4.000 Euro, also 2.000 Euro vom Bund (Steuerzahler) und 2.000 Euro von der Automobilindustrie. 3.000 Euro Prämie soll es für den Kauf eines „Plugin-Hybriden“ (Elektro- und Verbrennungsmotor) geben.

Die Prämienzahlung für E-Autos soll am Tag des Kabinettsbeschlusses beginnen, der bereits für den Mai geplant ist. Das Prämien-Budget für den Kauf von Elektroautos ist limitiert. Die Förderung ist bis maximal 2019 geplant, bzw. endet sogar früher, wenn das bereitgestellte Geld aufgebraucht ist.

Kritik von den Verbraucherverbänden

Den Verbraucherverbänden ist die Prämienzahlung für E-Autos ein Dorn im Auge. Mit Umweltgedanken habe diese Förderung nichts zu tun. Es handelte sich lediglich um ein „industriepolitisches Instrument. Da wird die Autoindustrie eine Woche, nachdem sie des Betrugs bei Stickoxiden überführt wurde, quasi jetzt schon wieder hofiert“, so Dietmar Oeliger vom Naturschutzbund NABU. Die Öko-Bilanz der E-Autos würde nur stimmen, wenn der Strom für die Autos zu 100 Prozent aus Öko-Quellen erzeugt wurde.

Profiteure sind Hausbesitzer in Stadtnähe

Von der Prämienzahlung für E-Autos profitiert nicht die breite Masse der Autofahrer, sondern nur eine ausgewählte Gruppe von Privilegierten. Für die Investition in ein Elektroauto brauche es genügend Geld. Dazu komme auch die Notwendigkeit einer Garage mit der entsprechenden Ladestation. Die Förderung komme somit hauptsächlich den Hausbesitzern in Stadtnähe zugute, die nicht den weiten Weg auf dem Land zurücklegen müssen.

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