Warnung vor Immobilienpreisblase – EZB treibt Entwicklung an

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Die Bildung einer Immobilienpreisblase im deutschen Markt könnte bald konkret werden. Ökonomen erkennen bereits deutliche Signale für einen überhitzten Immobilienmarkt. Für angehende Haus- und Wohnungsbesitzer ist trotz historisch niedriger Bauzinsen nun erhöhte Vorsicht geboten.

Immobilienfinanzierung

Immobilienpreise im Bundesgebiet drohen aufgrund EZB-Politik zu überhitzen

Bildung einer Immobilienpreisblase bereits greifbar nahe

Die im Herbst 2012 von der Deutschen Bundesbank erwähnten ansteigenden Risiken, aber noch nicht erkennbare Bildung einer Immobilienpreisblase scheint nun greifbar geworden zu sein. Die deutlichen Preissteigerungen bei Wohnimmobilien haben über die Ballungszentren hinaus längst in die umliegenden Gebiete übergegriffen.

Die Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB), die Geldpolitik im Euroraum um ein weiteres gutes Stück von der Leine zu lassen, befeuert die Befürchtungen, im deutschen Immobilienmarkt könnte sich eine pralle Immobilienpreisblase bilden. Der Markt drohe zu überhitzen und die Anzeichen deuten auch klar auf derlei Tendenzen hin.

Die EZB wird von ihrer Niedrigzinspolitik so schnell nicht abkehren. Nach den nächsten Quartalen kristallisiert wird sich herausgestellt haben, ob die Absenkung des Leitzinses auf 0%, die Verschärfung des Strafzinses für Bankeinlagen auf -0,4% und die Ausweitung der Anleihekäufe von 60 Mrd. Euro auf 80 Mrd. Euro monatlich ebenso erfolglos sind, wie die bisherigen Maßnahmen auch schon.

EZB-Geldpolitik heizt Immobilienmarkt an

Der Immobilienmarkt wird auf jeden Fall auf die erweiterte Geldlockerung durch die EZB reagieren, so Commerzbank Chef-Ökonom Jörg Kramer. Gegenüber der DPA erklärte Kramer, dass die Häuserpreise in Deutschland über mehrere Wege aufgeheizt werden. Die Niedrigzinsen und daraus resultierenden billigen Baufinanzierungskredite führten nicht nur immer mehr Verbraucher zum Kauf einer Immobilie, sondern lockten auch immer mehr Investoren an. Steigende Immobilienpreise versprechen hohe Renditen und befeuert werde diese Tendenz durch fallende Zinsen bei den herkömmlichen Geldanlagen. Es drohe nun konkret die Gefahr einer Immobilienpreisblase.

Preise für Bestandsimmobilien steigen besonders stark an

Die Immobilienpreise steigen in den beliebten Städten im Bundesgebiet besonders stark an. Das gilt besonders für Bestandsimmobilien. In Berlin zog der Immobilienindex (IMX) für Bestandsimmobilien von 137,1 Punkte im vergangenen Jahr auf inzwischen 157,7 Punkte an. In der Sparte der Eigentumswohnungen stieg der Index von 166,4 auf 197,8 Punkte an.

In den Ballungsgebieten mit besonders stark ansteigenden Immobilienpreisen besteht akut die Gefahr, dass die Preise einen Bereich erreichen, der nicht mehr gerechtfertigt werden kann. Noch sind sich die Immobilienmarkt-Experten nicht einig. Kramer spricht von der Bildung einer Immobilienpreisblase, andere sehen die ansteigenden Preise als eine Kompensation für die schleppenden Preisanstiege in den vergangenen Jahren.

Besondere Vorsicht trotz historisch niedriger Bauzinsen

Für den angehenden Haus- oder Wohnungsbesitzer ist daher in den Ballungsgebieten besondere Vorsicht geboten. Historisch niedrige Bauzinsen erlauben zwar höhere Finanzierungssummen, kleinere Tilgungs-Schritte und längere Laufzeiten, aber rechtfertigen noch längst nicht den Kauf einer überteuerten Immobilie. Darüber hinaus ist der plötzliche Wertverfall der erstandenen vier Wände bei einer gegenwärtigen Bildung einer Immobilienpreisblase vorprogrammiert.

Nach wie vor sollte der Wunsch einer Immobilienfinanzierung mit Einkommensverhältnissen, künftige familiäre Veränderungen und Immobilienpreisentwicklungen im Einklang stehen.






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