Ungebremster Immobilienpreisanstieg

Immobilienpreise-


Die Immobilienpreisentwicklung in der Bundesrepublik scheint ungebremst. Ein Ende des Trends der steilen Preisanstiege bei Wohn- und Gewerbeimmobilien ist derzeit noch nicht in Sicht.

Mietpreise werden mit in die Höhe gezogen

Mietimmobilie
Niedrige Zinsen: Ungebremster Immobilienpreiseanstieg

Der Anstieg der Preise für Wohn- und Gewerbeimmobilien scheint in der Bundesrepublik keinen Halt zu kennen. Der ungebremste Immobilienpreisanstieg setzt sich fort. Die Preise für Wohnungen, Büros und Mieten klettern steil nach oben. Eine Änderung des derzeit anhaltenden Trends sei nicht absehbar. Im dritten Quartal 2016 stieg der Immobilienpreis-Index des Analyseunternehmens vdp-Research des Verbandes der deutschen Pfandbriefmarken auf 136,1 Punkte. Ein Plus von 6,7 Prozent gegenüber dem gleichen Quartal im Vorjahr, wie Handelsblatt online berichtete.

Antriebsfedern für die ansteigenden Immobilienpreise seien das nach wie vor niedrige Zinsniveau und eine große Anzahl von „Risikofaktoren im weltwirtschaftlichen Umfeld“.

Lt. vdp-Research verteuerte sich selbst genutztes Wohneigentum um 6,6 Prozent. Mehrfamilienhäuser kosteten im gleichen Zeitraum um 5,8 Prozent mehr. Die Preise für Büro-Immobilien stiegen um 10,1 Prozent an. Mit 3,1 Prozent war selbst der geringste gemessene Preisanstieg in der Sparte des Einzelhandels noch sehr deutlich.

Für die Mieter wird es ebenfalls teurer. Die Mietpreise bei Neuverträgen stiegen um 4 Prozent. Die Mieten im gesamten Bundesgebiet lagen im Schnitt um 1,8 Prozent höher. Der Schwerpunkt der angestiegenen Mietpreise lag im Süden der Republik, vorwiegend in Bayern und Baden-Württemberg. Dort kristallisierten sich München und Stuttgart als die teuren Metropolen heraus. Im Norden waren Hamburg und Berlin die Schwerpunkte der Mietpreisanhebungen.

Die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser stiegen im dritten Quartal 2016 gegenüber dem gleichen Vorjahres-Quartal um 6,5 Prozent an. Eigentumswohnungen waren um 6 Prozent und gewerbliche Immobilien um 6,4 Prozent teurer.

Damit dürfte die von der Deutschen Bundesbank im Jahr 2012 im Rahmen des Finanzstabilitätsberichts 2012 aufgestellten These einer „aufholenden Korrektur der schwachen Immobilienpreisentwicklung“ endgültig überholt sein.


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