Rapider Anstieg Erbschaftssteuern – Freibeträge öfters überschritten

Steueraufkommen Erbschaften-


Der Fiskus erfreut sich seit Jahren an stark steigenden Einnahmen aus Schenkungs- und Erbschaftssteuern. Das Volumen der Erbschaften zeigt einen großen Generationswechsel bei den Werten der Haushalte. Mit dabei sind in der Regel Häuser und Eigentumswohnungen.

Geldmünzen

Der Fiskus ist beim Vererben hoher Werte stets mit dabei und allgegenwärtig

Freibeträge bei Erbschaften immer häufiger überschritten

In Deutschland vollzieht sich derzeit der „Generationswechsel aus den Goldenen Zeiten“. Es wird geerbt was das Zeug hält. Das über die letzten Jahrzehnte aufgebaute Vermögen zahlreicher Haushalte schwappt in einer Erbschaftswelle zur nächsten Generation über. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) dürfte über die klingelende Steuerkasse schon mehrfach ein Grinsen ausgekommen sein.

Das Aufkommen der Erbschaften ist in den vergangenen zwanzig Jahren massiv angestiegen. Der Staat nahm in diesem Zeitraum mehr durch die Erbschafts- und Schenkungssteuer ein, als über das angewachsene Vermögen der Bundesbürger. Zwischen den Jahren 1993 und 2013 stieg das Gesamtvermögen der Privathaushalte um rund 100 Prozent an, auf mehr als 12 Billionen Euro, so das Ergebnis einer Postbank-Analyse.

Im gleichen Zeitraum stieg das Aufkommen der gezahlten Schenkungs- und Erbschaftssteuer jedoch um beinahe 200 Prozent an. Im Jahr 1993 kassierte der Staat rund 1,56 Milliarden Euro und im Jahr 2013 bereits 4,63 Milliarden Euro. Beinahe das dreifache Volumen aus Schenkungs- und Erbschaftssteuer.

Die Steuereinnahmen aus Erbschaft würden noch höher ausgefallen sein, gäbe es nicht den jeweiligen Freibetrag. So kann der Ehepartner bis zu 500.000 Euro erben, ohne dafür eine Erbschaftssteuer abführen zu müssen. Kinder liegen noch bis 400.000 Euro unter dieser Freibetragsgrenze. In der nächsten Generation der Enkelkinder gilt noch die steuerfreie Erbschaft bis zu 200.000 Euro.

Das Umfrageergebnis zur Postbank-Studio stellte heraus, dass der hohe Anstieg bei den Steuereinnahmen nicht aus der Anzahl der Erbschaften resultiere, sondern aus der Höhe der jeweiligen Erbschaften bzw. Schenkungen. So fällt aktuell jede vierte erwartete Erbschaft auf einen Wert von mehr als 100.000 Euro. Grund dafür seien die häufig enthaltenen Immobilien wie Häuser und Eigentumswohnungen.

Die Freibeträge werden somit immer häufiger überschritten und die nehmende Hand des Fiskus ist dabei stets sehr weit geöffnet. „Die Deutschen haben die Vorteile der Rente aus Stein erkannt und setzen gerade in Krisenzeiten bei ihrer privaten Altersvorsorge auf Immobilien, die dann den Wert der Erbschaft entsprechend erhöhen“, so die Einschätzung der Postbank.



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