Preise für Wohnimmobilien im Jahr 2015 deutlich angestiegen

Immobilienpreise-


Die Preise für Wohnimmobilien sind auch im Jahr 2015 weiterhin deutlich angestiegen. Neu hinzugekommen in die Reihen der starken Preisanstiege sind Reihenhäuser und Wohnungen. Mietpreise entwickelten sich ähnlich, wurden aber offenbar durch die Mietpreisbremse etwas flacher gehalten.

Wohnhaus

Preise für Wohnimmobilien stiegen auch im Jahr 2015 deutlich an

Flüchtlingssituation spielte kaum eine Rolle für Preisanstiege

Die Immobilienpreise sind in Deutschland im Jahr 2015 um durchschnittlich 6 Prozent angestiegen, so die Deutsche Bundesbank in ihrem aktuellen Monatsbericht. Demnach schritt die Verteuerung der Wohnimmobilien im vergangenen Jahr sogar noch schneller als im Jahr zuvor (5,5%).

Die Preissteigerungen erfassten inzwischen auch die städtischen Gebiete, in denen die Verteuerungen bisher eher unauffällig geblieben sind. Beschleunigte Preisanstiege betreffen vor allem Wohnungen. Die Preise für Reihenhäuser sind trotz der bereits überdurchschnittlichen Verteuerungen auch im vergangenen Jahr deutlich angestiegen.

Bei den Mietpreisen für Neuverträge gab es im vergangenen Jahr eine ähnliche Entwicklung. Die Mieten für Wohnungen stiegen um 3,25 Prozent an. Scheinbar greift die Mietpreisbremse vor allem in den Großstädten. Hier wurde im Vergleich zu 2014 eine rückläufige Mietpreiserhöhung festgestellt.

Rund 20 Prozent des Preisanstieges seit 2009 bei Wohnimmobilien in Städten können dem starken Rückgang des Zinsniveaus zugeschrieben werden, so die Bundesbank. Die durchschnittliche Rate für ein Immobilienkredit sank im vergangenen Jahr um 0,5 Prozent und fiel somit auf weniger als 2 Prozent. Inzwischen erreichte das Zinsniveau einen historischen Tiefstand. Ohne Berücksichtigung der langfristigen Inflationserwartung ist der Zinssatz für Hypothekendarlehen seit 2009 um 1,5 Prozent gefallen.

Einen Einfluss der Miet- bzw. Immobilienpreise durch die Flüchtlingssituation könne die Bundesbank nicht erkennen. Die hohe Anzahl von Asylsuchenden habe nicht zwangsläufig einen sehr großen Einfluss auf die Mietpreise.

Die im November 2012 durch die Bundesbank formulierte Warnung vor den „Risiken steigender Immobilienpreise“ ist inzwischen zur Realität geworden. Auffällig stark ansteigende Immobilienpreise sind damals nur in Ballungsgebieten festgestellt worden. Von der möglichen Entwicklung einer Immobilienpreisblase wurde gewarnt, aber Anlass zur Sorge gab es noch keinen.





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